Korporation Club Germania feierte ihren 130. Geburtstag

Die aktiven Mitglieder des Club Germania beim Gruppenfoto auf dem Spittaplatz. (Foto: Holger Staab)

Helmut Volkmann seit 50 Jahren bei den Germanen dabei

BURGDORF (hs). Die Gründungsurkunde des Clubs Germania beweist historisches Flair und das musste gefeiert werden. Der Club Germania von 1882, der eine Korporation in der Schützengesellschaft Burgdorf von 1593 stellt, feierte am vergangenen Montag seinen 130. Geburtstag. Gleichzeitig wurden die „Ehemaligen Germanen“ 30 Jahre alt und Helmut Volkmann bekam für 50-jährige Mitgliedschaft Glückwünsche.
Am 6. August 1982 wurde der Ehemaligenclub der Germanen gegründet. „So wurde erreicht, das die nicht mehr aktiven Germanen im Club geblieben sind“, beschrieb Volkmann, der Sprecher der Ehemaligen, den Werdegang der Abteilung in seiner Ansprache im Schützenheim, „die Satzung sagt aus, nur wer vorher mindestens 10 Jahre mehr oder weniger aktiv war, kann ein ehemaliger Germane werden.“
Volkmann selbst wurde für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt, ein langer Zeitraum, den er aber nicht missen möchte: „Seit dem Gründungstag hat sich so manches verändert, die Germanen nicht. Sie haben ihren eigenen Weg behalten und sind nach wie vor eine tragende Säule in der Burgdorfer Schützengesellschaft. Ich hoffe, dass das noch viele Jahre so sein wird“, resümierte er.
Von Schützenchef Karsten Siekmann bekam der Club Germania Lob und Anerkennung, denn sie haben als einzige Korporation auf ihrer Homepage das Ziel „Förderung des Burgdorfer Schützenfestes“. „Das ist lobend zu erwähnen“, meinte Siekmann, der zudem noch wichtige Ziele aus der ersten Satzungseinreichung zum Besten gab: „Ein „freundschaftliches Verhalten und sich durch Gespräche und erlaubte Spiele auf gesellige Weise zu unterhalten“, steht dort geschrieben“, wusste Siekmann zu berichten.
Von einem weiteren Geburtstag berichtete dann der 1. Vorsitzende der Germanen, Horst (Hotte) Schwiening, der erst kürzlich Frank Duensing als Chef ablöste. Er hatte den Bierpokal mitgebracht, der in diesem Jahr seit 100 Jahren die Runde bei den Versammlungen des Club Germania macht.
Bei seiner Begrüßung im Schützenheim, zuvor trafen sich alle Schützen bereits am Spittaplatz in Burgdorf, freute er sich auf viele Gäste. Neben den Abordnungen der Korporationen der Schützengesellschaft, also den Aue-Rosen, der Damenabteilung, der Marinekameradschaft, den Junggesellen, den Sportschützen, der Schützen, den Sportpistolenschützen und der befreundeten Junggesellen-Companie aus Hildesheim konnte er auch die Wikinger und Volkskönigin Liane Schubert begrüßen.
Der Fanfarenzug Wikinger hatte auf dem Spittaplatz für die musikalische Unterhaltung gesorgt und im Schützenheim sorgten dann die Germanen selbst für Stimmung. Es wurde gefachsimpelt, aber auch über vergangene Zeiten geredet und Anekdoten aus der Klamottenkiste ausgepackt. Wieder zeigte sich, dass die Korporationen in der Burgdorfer Schützengesellschaft zusammenhalten und die Schützen in Burgdorf die Traditionen aufrecht erhalten: Feiern und Spaß gehören einfach dazu.