Kolpingsfamilie Burgdorf feiert 60. Geburtstag

Adolph Kolping. (Foto: Kopingsfamilie Burgdorf)

Festhochamt am 23. September in der St. Nikolauskirche

BURGDORF (r/jk). Die Kolpingsfamilie Burgdorf besteht in diesem Jahr 60 Jahre. Am 28.September 1952 wurde die Kolpingsfamilie der St. Nikolaus-Gemeinde in Burgdorf gegründet. Der damalige Präses des Bezirks Hannover, Pastor Alfred Hübner (St. Clemens, Hannover), und der Bezirksaltsenior Aloys Kücking waren anwesend, als sich eine kleine Gruppe von sieben jungen Männern zusammenfand, um die Ideale des Kölner Priesters Adolph Kolpings in Burgdorf aufzugreifen, der Mitte des 19. Jahrhunderts den Sozialverband, der heute seinen Namen trägt, gegründet hatte.
Mit dem ersten Präses, dem Pastor der Gemeinde, Rudolf Tönnies, hatte die Gruppe einen großen Förderer, und so war es kein Wunder, dass am 14. November 1952 bereits die erste Führungsmannschaft mit dem Senior Erwin Gaber und dem Altsenior Wilhelm Pütz gewählt werden konnte. Nach einer verstärkten Werbung konnte die Kolpingsfamilie bei der offiziellen kirchlichen Gründungsfeier am 14. Dezember 1952 bereits 26 Mitglieder verzeichnen. Zu dieser Feier mit Bannerweihe und Überreichung der Kolping-Nadeln waren Gastabordnungen aus Kolpingsfamilien von Algermissen bis Unterlüß gekommen. Insgesamt zählte man 75 Gäste und 13 Fahnenabordnungen (davon 11 Kolpingbanner und zwei Gesellenfahnen), die trotz des schlechten Wetters, das an diesem Tag herrschte, nach Burgdorf gekommen waren.
60 Jahre später zählt die Kolpingsfamilie Burgdorf 88 Mitglieder. Im 14-tägigen Rhythmus werden Vortragsabende zu aktuellen Themen aus Kirche und Gesellschaft sowie gesellige Veranstaltungen organisiert. Die Mitglieder engagieren sich zudem für soziale Projekte. In einer Partnerschaft wird die Arbeit der Kolpingsfamilie Sebes (früher Mühlbach) in Rumänien unterstützt. Aber auch in Burgdorf hinterlassen die Mitglieder der Kolpingsfamilie ihre Spuren, beispielsweise bei der Unterstützung der Arbeit der Tageswohnung oder bei Benefizz.
Das Jubiläum feiert die Kolpingsfamilie Burgdorf am Sonntag, 23. September. Der Tag beginnt um 10.30 Uhr mit einem Festhochamt in der katholischen St. Nikolaus-Kirche. Geleitet wird der Gottesdienst von Diözesanpräses Klaus Funke und dem neuen Burgdorfer Pfarrer Martin Karras. Anschließend lädt die Kolpingsfamilie ihre Gäste zu einem Empfang in das Pfarrheim ein.
Neben einigen Grußworten steht ein kurzer Vortrag von Joachim Welzel, dem stellvertretenden Sekretär des Diözesanverbandes Hildesheim auf dem Programm. Er hat das Thema „Kolping heute“ – Gedanken zur Arbeit des Kolpingwerkes im Bistum Hildesheim und weltweit. Nach einem kleinen Mittagsimbiss findet erneut in der St.Nikolaus-Kirche eine Dankandacht mit Bezirkspräses Thomas Marx statt. Eine Kaffeetafel beschließt das Jubiläumsfest.
Den eigentlichen Gründungstag feiern die Mitglieder der Kolpingsfamilie Burgdorf am Freitag, 28. September, mit einem Festkommers. Beginn ist um 18 Uhr mit einer Vesper in der St.-Nikolaus-Kirche. Anschließend wird auf dem Kirchplatz ein Gedenkstein für Adolph Kolping enthüllt. Den Kommersabend verbringen die Mitglieder der Kolpingsfamilie im Pfarrheim. Neben Ehrungen und Neuaufnahmen ist ein gemeinsames Abendessen in gemütlicher Runde geplant. Zudem erfolgt ein Rückblick auf 60 Jahre Kolpingsfamilie Burgdorf in Bildern, Erinnerungen und Anekdoten.