Kolping ist eine Geschichte mit Zukunft

Mit diesem Logo erinnert das Kolpingwerk an den 200. Geburtstag von Adolph Kolping. (Foto: Kolpingwerk)

Kolpingsfamilie Burgdorf feiert 200. Geburtstag Adolph Kolpings

BURGDORF (r/jk). „Kolping – Eine Geschichte mit Zukunft“ – unter diesem Leitwort steht das Kolpingjahr 2013. Die Kolpingsfamilie Burgdorf startet in die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr mit dem Kolpinggedenktag, den sie in diesem Jahr am Samstag, 1. Dezember, feiert. Den Auftakt bildet um 15 Uhr zunächst eine außerordentliche Mitgliederversammlung im katholischen Pfarrheim, Im Langen Mühlenfeld 19, in der ein neuer Präses gewählt werden soll.
Fortgesetzt wird der Gedenktag gegen 15.15 Uhr mit einer Kaffeetafel. Anschließend referiert Bernd Lange, Abgeordneter des Europäischen Parlaments und Vorsitzender des SPD-Ortsverbandes Burgdorf, zu dem Thema „Wohin geht Europa?“. Der Tag endet mit einer Heiligen Messe, die ab 18 Uhr in der katholischen St.-Nikolaus-Kirche gefeiert wird.
Im Jahre 2013 feiert das weltweite Kolpingwerk den 200. Geburtstag Adolph Kolpings. Am 8. Dezember 1813 wurde er als Sohn eines Schäfers in Kerpen geboren. Sein Leben und Wirken machen ihn auch noch 200 Jahre später zu einem Vorbild für die Kirche und das Kolpingwerk mit seinen mehr als 450.000 Mitgliedern weltweit. „Das Wirken Adolph Kolpings war nicht eindimensional. Er war unermüdlich, in allem, was er auf den Weg brachte, als Priester und Seelsorger, Gesellenvater und Publizist“, erklärt der Sprecher des Leitungsteams der Kolpingsfamilie Burgdorf, Dr. Norbert Gebbe.
Papst Johannes Paul II. nannte Adolph Kolping einen der Wegbereiter der Katholischen Soziallehre. Er habe im 19. Jahrhundert „viele Lichter des Evangeliums auf die damals sehr schwierige Frage der sozialen Gerechtigkeit in den wechselseitigen Beziehungen von Arbeit und Kapital geworfen“, stellte der Heilige Vater in seiner Predigt zur Seligsprechung Adolph Kolpings im Jahre 1991 heraus.
„Wir haben somit allen Grund, seinen 200. Geburtstag zu feiern. Das wollen wir als Verband ausgiebig tun. Das Kolpingjahr 2013 bietet zudem eine Fülle an Gelegenheiten, neben dem Feiern vor allem nach außen hin zu zeigen, dass Adolph Kolping mit seinem Denken und tatkräftigen Handeln heute noch in uns wirkt und wir uns an ihm orientieren können in unserem Engagement in Gesellschaft und Kirche“, erklärt Dr. Gebbe. Viele überlieferte Zitate des Seligen Adolph Kolping ließen sich oftmals auf die heutigen Verhältnisse übertragen. „So mahnt er uns, die Nöte der Zeit zu erkennen und unser Handeln danach auszurichten, denn das Christentum ist nicht bloß für die Kirche und für die Betkammern, sondern für das ganze Leben. Das Kolpingjahr 2013 sollte uns als Verband, überall dort, wo wir Menschen begegnen, gerade auch in der Arbeit der Kolpingsfamilien vor Ort, ein Ansporn sein, hinzuschauen, wo unsere Tatkraft, unser Engagement als Christen gefragt ist.“
Die Kolpingsfamilie Burgdorf, die vor kurzem ihren 60. Geburtstag gefeiert hat, engagiert sich seit Jahren für zahlreiche soziale Projekte. In einer Partnerschaft wird die Arbeit der Kolpingsfamilie Sebes (früher Mühlbach) in Rumänien unterstützt. Aber auch in Burgdorf hinterlassen die Mitglieder der Kolpingsfamilie ihre Spuren, beispielsweise bei der Unterstützung der Arbeit der Tageswohnung oder bei Benefizz.
„Einer der Höhepunkte des Kolpingjahres 2013 wird die weltweite Geburtstagsfeier sein, welche die Kolpingschwestern und Kolpingbrüder am 8. Dezember 2013 in den mehr als 2.600 Kolpingsfamilien in Deutschland und in der Welt begehen werden. Sie alle werden ihrer Freude darüber Ausdruck verleihen, dass vor 200 Jahren ein Mensch in Kerpen geboren wurde, der Gründer eines heute weltweiten Verbandes wurde“, freut sich Dr. Norbert Gebbe.