Kirchorst(er) in Bewegung

Beim Dorfrundgang durch Kirchhorst wurde über die Entwicklungsmöglichkeiten gesprochen.
 
Ortsbürgermeister Herbert Löffler verschaffte sich mit dem Fahrrad einen Überblick über die Bereiche.

Dorfrundgang diente der umfassenden Meinungsbildung

KIRCHHORST (dno). In Kirchhorst bewegt sich was! Nachdem bereits an der Auftaktveranstaltung vor wenigen Wochen in der Turnhalle der Grundschule großes Interesse gezeigt wurde, geht das Projekt "Dorfentwicklung" in die nächste Runde.
Etwa 40 interessierte Kirchhorster/innen trafen sich am Samstagmorgen zu einem ausgiebigen "Dorfrundgang". "Es geht darum herauszufinden, was es zu verbessern gilt und welchen Eindruck die Kirchhorster/innen von ihrem Dorf haben", erklärt der Ortsbürgermeister Herbert Löffler. Etwa fünf Stunden ging es per Fahrrad oder gemütlich auf einem Treckeranhänger zu den Kernpunkten des Ortes.
Gestartet wurde am Kreisel in Großhorst. Kaputte Bürgersteige und Straßen sowie der Verkehrsstau insbesondere durch LKW`s wurden bemängelt. "Hier soll und muss etwas geschehen, selbstverständlich im Austausch mit den Anwohnern", so Löffler. Es wurde aber auch auf den alten Baubestand sowie das historische Kopfsteinpflaster hingewiesen, das, wenn möglich, erhalten werden sollte.
Vielfältige Ideen und Vorschläge gibt es auch für den Kirchhorster See. Nachdem in den vergangenen Jahren viele Projekte dort angedacht waren oder nach Umsetzung gescheitert sind, soll es hier dennoch wieder "gepflegter" und "vielfältiger" werden. Geplant war dort ein Hotel, Sportmöglichkeiten und Gastronomie - doch im Moment, tut sich hier nichts. "Denkbar wäre hier, auch den Steg beispielsweise für kulturelle Veranstaltungen am See zu integrieren", überlegt Herbert Löffler, "Wichtig ist es, auch die Jugendlichen, die den See nutzen, mit einzubeziehen." Kein leichtes Vorhaben, denn das Gelände wird "generationsübergreifend genutzt, das heißt, sowohl Jugendliche als auch Familien mit Kindern und ältere Menschen sind hier in den Sommermonaten anzutreffen. Deren verschiedenen Bedürfnisse sind sicherlich nur mit gewissen "Spielregeln" unter einen Hut zu bringen. Darauf setzt auch der Ortsbürgermeister:" Die Kirchhorster sind sehr interessiert und engagiert, wenn es um die Gestaltung ihres Dorfes geht. Es muss uns gelingen, über gemeinsame Spielregeln zu sprechen!"
Auch das Gelände rund um den Schulhof ist mittlerweile ein Ort der Begegnung geworden - und das nicht nur für Eltern mit Kindern. Die Sporthalle der Grundschule wird durch SSV und Tanzsparte genutzt und abends treffen sich hier verstärkt Jugendliche aus dem Dorf.
Den größten Bedarf gibt es sicherlich an einer "Ortsmitte", die mit Mehrgenerationenhäuser und barrierefreiem, bezahlbarem Wohnraum bis hin zu Gastronomie und einer "Kulturscheune" Kirchhorst beleben soll. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg, denn die Region muss erst einmal mit Argumenten "überzeugt" werden, das Grundstück aus der "Freihaltezone" zu entlassen. Erst dann kann die Gemeinde hier aktiv werden.
Letzter Halt war am Feuerwehrgerätehaus in Stelle. Hier ging es hauptsächlich um Pflegemaßnahmen für den Teich oder um Gestaltungsmöglichkeiten rund um den Bolzplatz als auch um die Fußwege.
"Wir werden nun in Arbeitsgruppen alles besprechen und vertiefen, schon im November geht es los", kündigt Löffler an.