Kirchhorst 2040

Das Planungsbüro plan Hc motivierte zur Mitwirkung am Projekt Kirchhorst 2040.

Über 120 Interessierte bei der Auftaktveranstaltung zur Dorfentwicklung

KIRCHHORST (dno). Ideale Lage, gute Anbindung an die Autobahn und ein toller Dorfzusammenhalt – das sind die Stärken von Kirchhorst. Doch es gibt durchaus auch Schwächen, so wie beispielsweise eine fehlende Dorfmitte, unzureichende Gastronomie und eine ausbaufähige Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Doch mit dem „Dorfentwicklungsplan Kirchhorst 2040“, der durch die erste Einwohnerversammlung in der letzten Woche endlich Fahrt aufgenommen hat, steht einer Mitgestaltung und vor allem schrittweiser Umsetzung nichts mehr im Wege. Nicht nur Ortsbürgermeister Herbert Löffler äußerte seine Erleichterung und Freude:“Endlich! Wir können starten!“ Er fügte auch hinzu, dass „es um mehr als Dorfentwicklung geht.“ „Es geht auch um Nahversorgung, Klimaschutz, Demographie und um Vereinsleben“, so der Ortsbürgermeister.
Mehr als 1000 Menschen haben seit der Aufstellung des letzten Dorfentwicklungsplanes aus dem Jahre 1983 in Kirchhorst eine neue Heimat gefunden. Damit zählt der Ort etwa 3.300 Bürger/innen und zusätzlich etwa 1.500 Beschäftigte im Gewerbegebiet.
Die Antragsintention auf Fortschreibung der Dorfentwicklungsplanung durch Herbert Löffler im Jahre 2015 verfolgte das Ziel – losgelöst von parteilichen Interessen – alle Kirchhorster einzubeziehen und eine auf Bürgermeinung basierte Orientierungsgrundlage für die nächsten Jahre für die Gemeinde- und Ortspolitik zu schaffen. Nachdem Ortsrat, Bau- und Planungsausschuss, Verwaltungsausschuss sowie der Gemeinderat im Juni 2017 über den in den parlamentarischen Verfahrensablauf eingebrachten Antrag positiv und einstimmig entschieden haben, dass die Dorfentwicklungsplanung in Kirchhorst fortgesetzt wird, sind nun die Kirchhorster gefragt.
Im Rahmen der Einwohnerversammlung gab das beauftragte Planungsbüro plan Hc einen Einblick in die Ziele des Verfahrens sowie Informationen über die geplanten Verfahrensschritte und Arbeitsphasen.
Zum anderen wurde mit den Teilnehmer/innen ein aktuelles (Meinungs-)Bild über die Situation in Kirchhorst mit Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken erarbeitet. Dieses dient zusätzlich als eine Grundlage für den anschließenden Einstieg in die Arbeitsthemen Leitbild, Handlungsfelder und Pilotprojekte. Um eine aktive Mitgestaltung wurde ausdrücklich geworben.
In den nächsten Wochen werden weitere Verfahrensschritte organisiert, basierend auch auf den ausgewerteten Unterlagen, die das Planungsbüro derzeit sondiert.
Geplant ist, dass sich die Bürger/innen in Form von Arbeitsgruppen an mehreren Terminen mit verschiedenen, noch festzulegenden Handlungsfeldern auseinandersetzen und hierfür Ziele, Entwicklungsoptionen und auch Projekte definieren. Der Arbeitsprozess soll dabei von einem vom Rat zu beschließenden Koordinierungskreis, bestehend aus den Sprechern der Arbeitsgruppen sowie Vertretern aus Verwaltung und Politik, begleitet werden.
„Noch im Herbst wird es eine gemeinsame Dorfbegehung von Bürgern, Politikern und dem Planungsbüro geben“, kündigt Ortsbürgermeister Herbert Löffler an, der sich begeistert über das große Interesse der Kirchhorster/innen an der Auftaktveranstaltung zeigte.