Jesiden demonstrierten gegen islamistischen Terror

(Foto: Jens Kamm)

500 Demonstranten bei Kundgebung in der Burgdorfer Innenstadt

ALTKREIS/BURGDORF/THÖNSE (jk). Mit einer Demonstration gegen den islamistischen Terror im Irak haben sich am Sonntagnachmittag in Burgdorf rund 500 Kurden der jesidischen Glaubensgemeinschaft Gehör verschafft. Im Zuge eines von der Stadt Burgdorf genehmigten Prostestmarsches durch die Innenstadt mahnten die Jesiden den Völkermord an, der zurzeit durch islamistische IS-Kämpfer an jesidischen Brüdern und Schwestern im Nordirak passiert. Mit Kerzen und Plakaten wurde anschließend auf dem Spittaplatz den bereits getöteten Jesiden gedacht. In Sprechchören wurde der Ruf nach Frieden laut und „Schluss mit dem Massaker!“ gefordert. Darüber hinaus wurden Spenden gesammelt, um humanitäre Hilfe für die Menschen zu organisieren, die vor dem islamistischen Terror zurzeit auf der Flucht sind.
Bereits am vergangenen Freitag fand in Thönse, dem Spielort von Inter Burgdorf, ein kurzfristig organisiertes Benefiz-Fußballturnier statt, an dem neben Inter auch der 1. FC Burgdorf und der TSV Wettmar teilnahmen. „Wir können nicht tatenlos zusehen und müssen etwas tun“, meinte Dogan Demiray, Trainer des 1. FC Burgdorf. „Der Erlös des Turniers soll an die notleidenden Jesiden im Nordirak gehen.“