Jens Reupke hat in Schillerslage alles abgeräumt

Die Majestäten des Schützenfestes Schillerslage wurden von den Scheibenträgern flankiert. (Foto: st)
 
Marscherleichterung war beim Schützenfest in Schillerslage wegen der hohen Temperaturen angesagt. (Foto: st)

Marscherleichterung wegen der hohen Temperaturen

SCHILLERSLAGE (st). Das Schillerslager Schützenfest offenbarte am vergangenen Wochenende mal wieder die hohe Wertschätzung im ganzen Dorf. Die Dorfbewohner feierten drei Tage und genossen nicht nur das tolle Sommerwetter, sondern auch die ungetrübten Stunden, für die das Fest in diesem Jahr wieder stand. Das letzte Fest des Jahres dieser Art rund um Burgdorf zeigte, wie auch viele Neubürger in den Trubel integriert und zudem viele Gäste angelockt werden können.
Der Sport- & Schützenverein (SSV) von 1963 eV bietet seinen rund 540 Mitgliedern ein breit gefächertes Freizeitangebot für unterschiedliche Altersklassen, aber der Ursprung kommt aus dem Schützenwesen. Erst als die Nachfrage nach weiteren Angeboten kam, wurden weitere Freizeitaktivitäten vom Kleinkinderturnen bis hin zum Seniorentreff integriert. Sogar eine Segelsportabteilung ist mittlerweile beim SSV angesiedelt. Für jeden, der Aktivität im Dorf wünscht, ist etwas dabei. Das Schützenfest steht in Schillerslage, neben dem Dreschefest, als größtes Fest auf den Programmpunkten des Jahres.
Unter dem bekannten Motto „Schillerslage – ein Dorf lebt Gemeinschaft“ startete das Dorffest bereits am Freitagnachmittag. Auf dem Festplatz konnten sich die Schillerslager schon mal auf die nächsten Tage einstimmen. Über 240 Schützen, Gäste und Freunde versammelten sich im Festzelt und sorgten in den nächsten Stunden für einen schwungvollen Kommers. Es wurde wieder auf den Stühlen getanzt und die Stimmung brodelte, als die Majestäten des neuen Schützenjahres vom 1. Vorsitzenden Jörg Meyer bekanntgegeben wurden.
Bereits vor einer Woche waren die Könige bekannt, aber erst seit dem Kommersabend, nachdem die Titelträger aus dem vergangenen Jahr verabschiedet wurden, wurden sie offiziell bestätigt. Schützenkönig 2016 wurde Jens Reupke, der sich gleichzeitig auch die KK-Königswürde sicherte. Als Schützenkönigin bekam Britta Lohmann die Königinnenkette um den Hals. KK-Königin ist Meike Schröter und Jugendkönigin Michelle Schröter. Neue Kinderkönigin in Schillerslage ist bis zum nächsten Jahr Larissa Gawlik. Den Sonderpokal der Schützenkorporationen aus Burgdorf, einen Kristallpokal und 100 Euro Preisgeld, gewann ebenfalls Jens Reupke, der damit „so richtig abräumte“, wie Jörg Meyer betonte.
Nach dem offiziellen Teil des Abends wurde gefeiert und beim Tanz zu später Stunde war die Partystimmung im ausverkauften Festzelt gigantisch.
Am Sonnabend war die Müdigkeit der Schützen bereits am Mittag verflogen, denn der Spielmannszug und die Fahnenabordnungen trafen sich am Sport- und Schützenheim, um dann die Festteilnehmer mit einem bunten Festumzug zum Anbringen der Königsscheiben vom Hof Thieleking abzuholen. Mit musikalischer Begleitung des Musikzugs Diekholzen und des Spielmannszug Schillerslage mit Zipfelmützen als Kopfbedeckung schlängelte sich der Zug mit Königen und Scheiben durch das Dorf und das Wetter brachte die Einheimischen gleich wieder in Hochstimmung, da die Könige mit kühlen Getränken dafür sorgten, dass kein Verdruss aufkam. Die Scheibenkieker gingen ihrem Job nach und sorgten in luftiger Höhe dafür, dass die Scheiben an den Königshäusern einen weithin sichtbaren Platz fanden.
Am Sonnabendabend sorgte DiskJockey „Theo“, Theo Steinhorst, für die Musik bei der Zeltdisco und viele Auswärtige besuchten das Fest und sorgten mit Feierlaune in diesem Jahr für ein wieder vollbesetztes Festzelt bis in die frühen Morgenstunden.
Der große Festball mit Musik von Deep Passion aus Celle sorgte am Sonntag dann für den Abschluss des Schützenfestes. Aber zunächst begann der Tag mit dem traditionellen Königsessen und dem anschließenden Festumzug durch das Dorf. Die Straßen in Schillerslage waren bunt geschmückt und auch befreundete Vereine und Abordnungen lockerten den Umzug auf. Zur Stärkung gab es im Anschluss an den Marsch im Festzelt noch die Kaffeetafel der Damenabteilung.