Jäger sorgen sich um das Wild

Jürgen Rust füttert im Lehrter Revier. Foto: Hartmut Scholz (Foto: Hartmut Scholz)

Hunde mit Jagddrang sollten an die Leine

ALTKREIS BURGDORF (r/jk). Der jetzt verharschte Schnee und die weitere Wettervorhersage - weiter Schnee und Frost - bringt alle Tiere in Not. Hartmut Scholz vom Hegering Das Große Freie der Jägerschaft Burgdorf bittet alle Naturnutzer, unbedingt auf den Wegen zu bleiben und Hunde mit Jagddrang an Laufleinen zu Führen.
Es sollte alles vermieden werden, was Hase, Rebhuhn und Reh erschreckt und zur Flucht veranlasst. Hier werden wichtige Energiereserven verbraucht. Besonders hart trifft es Greifvögel, insbesondere die Eulen. Sie kommen immer schlechter an ihre Beute.
Die Jäger füttern jetzt in der Notzeit das Niederwild, bringen auch Aufbrüche, unter anderem für die Mäusebussarde raus. Die Futterplätze werden mindestens zwei Mal die Woche kontrolliert und gegebenenfalls aufgefüllt. Die Stellen sind alle sehr gut angenommen, von Rebhühnern, Fasanen, Hasen und auch vielen anderen Vögeln wie beispielsweise Goldammern und Feldsperlingen.
Die Niederwildstrecken haben sich in den vergangenen Jahren im Hegering sehr gut erholt, wir Jäger haben die Pflicht zur Hege. Wenn wir jetzt nichts tun würden, dann könnte das gleiche wie im harten Winter 1978/79 passieren - alles würde verhungern und die Wildbestände total zusammenbrechen, erklärt Scholz.
Der Gewinner wäre unter anderem der Fuchs. Sein Bestand ist im Moment noch sehr hoch, denn das Verhältnis von Friedwild zu Beutegreifern (wie Fuchs und neuerdings auch der Enok) wäre wieder total aus dem Gleichgewicht. Deshalb nutzen wir momentan auch den Schnee zur intensiven Fuchsbejagung, auch das gehört zum Artenschutz", so Hartmut Scholz.