Instrumente testen und mitsingen

Bei den Musizierstunden der Musikschule können sich Schüler - egal ob Anfänger und Fortgeschrittene - einem größeren Publikum präsentieren. (Foto: r)
 
Der Caritas-Singkreis, begleitet von Petra Schulte an der Gitarre, sorgt im Seniorenheim für gute Stimmung. (Foto: Alfred Donner)

An diesem Wochenende können sich die Besucher im Stadtmuseum bei den Auftritten der Musikschule und des Caritas-Singkreises aktiv einbringen

BURGDORF (r/fh). Wer heute Nachmittag die Themenjahr-Ausstellung „Burgdorf klingt gut!“ besucht, kann nicht nur den Schülern und Lehrern der Musikschule Ostkreis Hannover lauschen, sondern auch selbst Cello, Keyboard, Trompete und viele weitere Instrumente ausprobieren. Von 14 bis 17 Uhr präsentiert die Musikschule im Stadtmuseum, Schmiedestraße 6, „Musik zum Anfassen“.
Am morgigen Sonntag tritt dort ab 14.30 Uhr der Caritas-Singkreis der St. Nikolaus-Gemeinde auf. Begleitet von Petra Schulte an der Gitarre, singen die Mitglieder bekannte Frühlingslieder und alte Schlager. Zu hören sind unter anderem „Veronika der Lenz ist da“, „Wochenend‘ und Sonnenschein“ und „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“. Zwischendurch sind die Museumsbesucher zum Mitsingen aufgerufen.
Seit seiner Gründung im Jahr 2003 ist es das Ziel des Caritas-Singkreises, den Bewohnern der Burgdorfer Alten- und Pflegeheime mit Musik Freude zu bringen. Das Repertoire reicht vom Volkslied bis zum Schlager. Gerade alte Lieder animieren auch an Demenz erkrankte Menschen oft zum Mitsingen oder Mitsummen.
Karin Lüke, die damalige Beauftragte der Pfarrcaritas St. Nikolaus hat den Singkreis vor 15 Jahren zusammen mit dem Gitarristen Hubert Reiß ins Leben gerufen. Nach dem plötzlichen Tod von Hubert Reiß im Februar 2011 hat der Singkreis ein Jahr lang pausiert, ehre Petra Schulte die Nachfolge antrag und die Gruppe mit großem Engagement neu formierte. Sie hat das musikalische Repertoire erweitert und bereichert das Programm außerdem mit fröhlichen Kurzgeschichten und Gedichten.
Aktuell umfasst die Gesangsgemeinschaft 18 Sängerinnen. Am 19. Dezember tritt sie im Rahmen der Themenjahres-Konzertreihe „Unerhörte Orte – klingt gut“ zusammen mit dem Chor New Hymn in der Feuerwehrhalle Vor dem Celler Tor auf.
Die Musikschule Ostkreis Hannover prägt das musikalische Leben der Stadt mit zur Zeit 1900 Schülern und 15 Ensembles. Jedes Jahr ist sie an mehr als 200 Konzerten und Auftritten beteiligt, von denen sie viele selbst organisiert. Das musikalische Spektrum reicht vom Sinfonieorchester über eine Bigband bis hin zur Rock-Pop-Band. Die Bigband der Musikschule gehört auch zu den drei Akteuren der zweiten Burgdorfer Big Band Night am 27. April im Stadthaus.
An der Musikschule unterrichten 40 Lehrer, von denen viele ein Studium an einer Musikhochschule absolviert haben. Für die jüngsten Burgdorfer bieten sie die „Musikwiese“ und die „Musikalische Früherziehung“ an, als klassisches Einstiegsinstrument dann die Blockflöte und darüber hinaus viele weitere Instrumente wie Gitarre, E-Bass, Geige, Klavier, Posaune und Schlagzeug.
Die Musikschule Ostkreis Hannover wurde 1979 gegründet. Gründungsdirektor war Kurt Eschman. Seitdem ist sie Mitglied im Verband deutscher Musikschulen (VdM) und erfüllt dessen hohe Qualitätsansprüche. Sie ist als gemeinnützige Bildungseinrichtung anerkannt und wird mit öffentlichen Mitteln gefördert. Die Kommunen Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze sind Mitglied im Verein „Musikschule Ostkreis Hannover“ und mit ihren Bürgermeistern und Ratsvpolitikern in der Mitgliederversammlung und im Vorstand der Musikschule Ostkreis Hannover vertreten. Ein Förderkreis unterstützt die Arbeit der Musikschule durch Gewährung von Stipendien, Zuschüsse für Instrumentenkauf und Präsenz in der Öffentlichkeit.
Seit 2016 leitet die promovierte Percussionspezialistin Nana Zeh die Musikschule, stellvertretender Direktor ist Joachm Hunold. Er stand auch schon Zehs Vorgänger Eberhard Ladewig zur Seite, der die Musikschule von 1989 bis 2016 führte.