In Erinnerung an die Nazi-Gewaltherrschaft

Der „Kleine Chor“ aus Burgdorf führt in der St. Pankratiuskirche das Bonhoeffer-Oratorium auf. (Foto: Scena)

„Kleiner Chor“ führt Bonhoeffer-Oratorium am 9. November auf

BURGDORF (r/jk). Der „Kleine Chor“ aus Burgdorf führt am 9. November in der St. Pankratiuskirche das Bonhoeffer-Oratorium von Matthias Nagel auf. Das Konzert findet im Anschluss an den jährlichen Gedenkweg zur Erinnerung an die während des Naziterrors ermordeten jüdischen Burgdorfer Bürger statt, der um 18.30 Uhr mit einer Begrüßung durch Pastor Michael Schulze am jüdischen Friedhof in der Uetzer Straße beginnt. Im Anschluss werden Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums zusammen mit ihrer Lehrerinn Frau Bürig-Heinze kurz über ihre Erfahrungen aus der Beschäftigung mit dem Jüdischen Friedhof berichten.
Während des Weges zur St.-Pankratius-Kirche werden die Teilnehmer zu einem einfachen Gedenken an den Stolpersteinen zur Erinnerung an die im Nationalsozialismus verfolgten Jüdinnen und Juden in der Uetzer Straße 12, der Braunschweiger Straße 10, der Schlossstraße 10, Poststraße 1 und Louisenstraße 4 innehalten.
In der St. Pankratius-Kirche wird um 19.30 Uhr dann die Aufführung des Liedoratoriums „Dietrich Bonhoeffer, ein Leben“ beginnen. Zum Auftakt wird Bürgermeister Alfred Baxmann eine kurze Ansprache halten.
In Texten von Dietrich Bonhoeffer und Dieter Stork beschreibt das eindrückliche und bewegende Werk wichtige Lebensstationen des bedeutenden Theologen und Widerstandskämpfers gegen die Nazi-Gewaltherrschaft, die ihn schließlich im Konzentrationslager Flossenbürg ermordete. Der Kleine Chor singt unter Leitung von Ilsabe Bartels-Kohl und wird von einem Instrumentalensemble mit Streichern, Flöte, Saxophon, Trompete, Klavier und Schlagzeug begleitet. Die Textpassagen spricht Pastor Matthias Paul.
Der Eintritt zu diesem bewegenden Konzert ist frei. Der Kulturverein Scena und der „Arbeitskreis Gedenkweg 9. November“ freuen sich als Veranstalter allerdings sehr über freundliche Spenden.