In Burgdorf vom „Cadillac zum Pedelec“ . . .

Eine bessere Wahrnehmung der Radfahrer bei regelgerechter Nutzung des Kreisels „Schwarzer Herzog“ und ein durchgehender Radfahrstreifen auf der Uetzer Straße (r.) in Richtung Hülptingsen sollen das Radeln in Burgdorf sicherer machen. (Foto: Georg Bosse)

Ein Beitrag von Georg Bosse - Die Stadt nimmt an der Klimaschutzaktion „Stadtradeln 2014“ teil

BURGDORF (gb). Am 1. April vergangenen Jahres traten im Rahmen der Straßenverkehrsordnung neue Regeln für Radfahrer in Kraft. Dazu gehört in Burgdorf auch die schrittweise Umsetzung des Radverkehrskonzeptes von 2012, das unter anderem Autofahrern zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen soll - sozusagen vom „Cadillac zum Pedelec“ (Pedal Electric Cycle).
Die Förderung des Radverkehrs ist ein wesentliches Ziel des Klimaschutzaktionsprogramms der Stadt Burgdorf. Weitere wichtige Ziele sind: Mehr Sicherheit durch Einheitlichkeit bei der Radverkehrsführung. Mehr Sicherheit durch weniger links fahrenden (gegenläufigen) Radverkehr. Mehr Sicherheit durch optimale Berücksichtigung des Radverkehrs an Knotenpunkten (Kreisel und Kreuzungen) sowie durch eine stärkere Trennung des Radverkehrs von den Fußgängern.
Diese Ziele seien in der Stadt und in ihren Ortschaften bereits teilweise erreicht worden, wie Rainer Herbst und Claudia Vollmert von der Tiefbauabteilung am vergangenen Dienstag bei einer Neuauflage des Runden Tisches „Radverkehr“ im Ratssaal des historischen Rathauses I verlautbarten.
Zu dieser Einschätzung kamen die Experten/innen bei einer Überprüfung der neuen, regionsweit einheitlichen Radwegebenutzungspflicht, zu der in Burgdorf schon an verschiedenen inner- und außerörtlichen Streckenführungen so genannte Schutzstreifen für Radfahrer, rot markierte Radfahrstreifen auf der Fahrbahn oder benutzungspflichtige, markiert und ausgewiesene getrennte linke Radwege eingerichtet worden sind oder bleiben.
Auch Burgdorfs Polizei-Kontaktbeamter Jörg Windfuhr bestätigte: „Die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer hält sich inzwischen an die neuen Verkehrsführungen. Und die bessere Wahrnehmung der Radfahrer bei regelgerechter Nutzung der Kreisverkehrspunkte (KVP) bleibt für uns ebenfalls festzustellen.“
Die Errichtung einer Ampelanlage am „Kleinen Brückendamm“ (Pferdemarktplatz) zur sicheren Querung des Radverkehrs entlang der Aue, verzögert sich auf unbestimmte Zeit, weil eine erneute Ausschreibung erforderlich geworden ist. Des Weiteren ist geplant, die Radler auf der Uetzer Straße auf einen durchgehenden roten Radfahrstreifen auf die Fahrbahn zu führen, was womöglich für den dortigen Wohnbereich sowie für die Besucher des anliegenden Friedhofs zu Engpässen bei den Parkplätzen führen könnte. „Hier muss eventuell über Kompromisse nachgedacht werden“, so Claudia Vollmert. Detaillierte Planungen für Otze und Schillerslage sollen zu gegebener Zeit vorgestellt werden.
Burgdorf wird auch in diesem Jahr am bundesweiten Stadtradeln teilnehmen. Die Aktion „Radeln für ein gutes Klima“ will mehr Verständnis für die Radfahrer wecken und die Menschen zum Überdenken des eigenen Mobilitätsverhaltens bewegen. Die Kampagne findet vom 1. Mai bis 30. September an 21 aufeinanderfolgenden Tagen, die in diesem Zeitraum frei gewählt werden können, statt. Zur Stadtradeln-Teilnahme sind sämtliche Städte, Gemeinden und Regionen Deutschlands mit ihren Politiker/innen sowie mit allen Bürger/innen der beteiligten Kommunen berechtigt: www.stadtradeln.de.