Im Ehrenamt erste Hilfe für Flüchtlinge anbieten

Helmut Durst mit 22 der Deutschschüler aus Eritrea, Elfenbeinküste und Bosnien, mit denen zu kargah e.V., dem Flüchtlingshilfeverein in Hannover, aufbricht. (Foto: BMGH)

BMGH bietet eine Fortbildung für Ehrenamtliche an

BURGDORF (r/jk). „Deutsch lernen ist die wichtigste erste Hilfe für Flüchtlinge“, sagt Helmut Durst, „aber dann muss man auch wissen wie und wo es weitergeht.“ Dieser Vernetzungs- und Informationsarbeit hat sich Helmut Durst im BMGH angenommen. Dort bieten Fachkundige Beratung zum Asylverfahren an und Flüchtlinge können sich für die Deutsch-AZF (Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge) Kurse bewerben.
Nachdem die Asylbewerber den Weg zum Vereinssitz auf dem Faustgelände kennengelernt haben, fahren sie später alleine zu ihren individuellen Beratungsterminen. Die Einführung als Gruppe hilft den Flüchtlingen und reduziert gleichzeitig den Arbeitsaufwand für den Flüchtlingshilfevereins kargah, so dass mehr Zeit für die Fachberatung genutzt werden kann.
Donnerstags im „Offenen Treff International“ bietet Helmut Durst seine Hilfe für die Abfassung von Lebensläufen an und erklärt die Bedeutung der deutschen Dokumente. Beispielsweise ist es zunächst nötig zu wissen, was eine Anmeldebestätigung ist, bevor man sie passend bei der nächsten Behörde vorlegen kann. Und was ist bitteschön der Unterschied zwischen einer Registrierungsnummer beim BAMF und der persönlichen Sozialversicherungsnummer bei der Rentenversicherung? Wieso schreibt mir das Fernsehen? Was ist die GEZ? Welcher Brief ist eine Rechnung? Welcher ein Zahlungsbescheid? Welcher Brief muss beantwortet und welcher sorgfältig abgeheftet werden?
Die nächste Fortbildung für Ehrenamtliche zu diesem Thema bietet das BMGH im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 28. März an. Den genauen Termin und Ort finden Interessierte unter www.bmgh.de.