„Ich kauf‘ in Burgdorf“ leistet wichtigen Beitrag zur Stärkung der Einzelhandelslandschaft

Knut Beyme stellt die SMB-Initiative „Ich kauf´ in Burgdorf“ vor. (Foto: SMB)
 
Coach Karsten Schecker zeigt, wie Erinnerung funktioniert. (Foto: SMB)

Stadtmarketing-Arbeitskreis „Arbeit und Wirtschaft“ stellte neue Initiative vor

BURGDORF (r/jk). „Ich kauf´ in Burgdorf“ (IKIB) lautet das Motto einer neuen Initiative des Vereins Stadtmarketing Burgdorf (SMB). Die offizielle Projektvorstellung stand im Mittelpunkt der aktuellen Sitzung des SMB-Arbeitskreises „Arbeit und Wirtschaft“, zu der dessen Leiter Ingo Willardt den großen Teilnehmerkreis im Sitzungsraum der CKT.FolienTechnik GmbH begrüßte.
Knut Beyme, Mitglied der SMB-Projektgruppe und Geschäftsführer der EHG expert GmbH, stellte die wichtigsten Grundgedanken der IKIB-Initiative vor. Ihr vorrangiges Anliegen sei es, die zunehmende „Amazonisierung“ des Einzelhandels abzuwenden. So bezeichnete Beyme die rapide ansteigenden Wachtumsraten der ohne jeden lokalen Bezug agierenden Online-Shops. Als negative Konsequenz leide der ortsbezogene Einzelhandel unter erheblichen Umsatzeinbußen. Diesen Trend gelte es aufzuhalten und das Kaufverhalten mit kreativen Impulsen wieder in eine entgegengesetzte, die örtliche Wirtschaftsstruktur fördernde Richtung zu lenken. Die neue Kampagne solle das Bewusstsein vermitteln, dass jeder einzelne Burgdorfer zur Erhaltung der in der Stadt ansässigen Einzelhandelsgeschäfte und damit zur Lebensqualität aller Einwohner beiträgt.
Wie Beyme erläuterte, können sich die im Stadtmarketing-Verein vertretenen Unternehmen an der Initiative zu beteiligen, wenn sie neben der Mitgliedschaft drei weitere Voraussetzungen erfüllen. Der Unternehmenssitz und die Mitarbeiter müssen sich in Burgdorf befinden. Jeder Beteiligte ist verpflichtet, sich an den Kosten der Maßnahmen zu beteiligen. Die Bestätigung der Leitsätze hat in schriftlicher Form zu erfolgen. Zu ihnen gehören u.a. die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen in der Stadt, der Betrag zum städtischen Gewerbesteueraufkommen, die Unterstützung von kulturellen und sozialen Vereinen sowie eine aktive Beteiligung an den beschlossenen Werbeaktionen.
Welche Maßnahmen sollen die IKIB-Initiative im öffentlichen Bewusstsein verankern und die Vorteile ortsnahen Einkaufens kommunizieren? Dazu erklärte Beyme, dass das Aktions-Logo und die -Inhalte in ständigen Berichten und Anzeigen der lokalen Presse lanciert werden würden. Die Verteilung von Aufklebern, Plakaten und Wechselgeldschalen sorge für eine gut sichtbare Wahrnehmung der beteiligten Unternehmen und einen öffentlichkeitswirksamen Wiedererkennungswert. Beyme kündigte an, dass außerdem die Verteilung von Stempelkarten in den IKIB-Geschäften geplant sei. Jeder Kunde erhalte bei einem örtlichen Einkauf einen Stempel und könne an einem Gewinnspiel teilnehmen.
Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Sitzungsteilnehmer auch den Vortrag des Burgdorfer Experten für Coaching und Training, Karsten Schecker. Er stellte die wichtigsten Funktionseinheiten des Gehirns vor und verriet, wie deren Zusammensetzung den Ablauf des Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisses beeinflusst. Schecker zeigte auf, wie das von vielen als „neurologische Festplatte“ aufgefasste Gehirn die Vielzahl der aufgenommenen Eindrücke filtert und diese bei diesem Selektionsprozess entweder wieder verbannt oder kurz- bzw. langfristig aufnimmt.
In seinen aktuellen Stadtmarketing-Informationen teilte Geschäftsführer Gerhard Bleich mit, dass die Mitgliederversammlung in diesem Jahr am 20. April stattfindet. Als Termin für den neuen Spargel-Empfang im Stadthaus sei der 8. Juni festgelegt worden. Bleich wies daraufhin, dass am 11. Oktober die Premiere der Spezialmesse „gut.leben.in.burgdorf“ stattfindet. Der stellvertretende SMB-Vorsitzende Heiko Nebel hatte es bereits vorher übernommen, die Vorgeschichte des vor kurzem gegründeten StadtHauses auszuführen und ein Pladoyer für dessen hervorragendes Entwicklungspotenzial abzugeben.
Zu Beginn der Sitzung stellte Firmenchef Carsten Thormann sein mit Ehefrau Karin im Oktober 1982 gegründetes Unternehmen CKT.FolienTechnik vor. Als wichtigen Bestandteil des Produktportfolios bezeichnete Thormann die Folienbeschichtung von Automobilen der bekannten Herstellermarken. Mit sichtbarem Stolz berichtete Thormann, dass ein besonderer Tätigkeitsschwerpunkt in der Zusammenarbeit mit der VW-Rennsportsparte liegt. Die dafür ausgestatteten Rennwagen hätten bereits zweimal die Rallyweltmeisterschaft gewonnen. Als weitere Geschäftsfelder führte Thormann die Fassadenbeschichtung und die Interieurfolienbeschichtung in Wohnräumen an. SMB-Geschäftsführer Gerhard Bleich teilte mit, dass demnächst ein neuer Burgdorf-Bus zur Nutzung für die örtlichen Vereine zum Einsatz kommt, für dessen Foliengestaltung die CKT.FolienTechnik verantwortlich zeichnet.