„Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne…“

Auf ihrem Kaltblüter „Bella“ wartete Natalie Reißer mit Tochter Elina (Mitte) vor St. Pankratius, um als St. Martin den Laternenumzug zu St. Nikolaus zu begleiten. Foto: Georg Bosse
Burgdorf: Georg Bosse |

Ökumenische Andacht mit anschließendem Martinsumzug

BURGDORF (gb). Am vergangenen 11. November hatten die Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden sowie die katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus alle Burgdorfer Kinder zu einer ökumenischen Andacht in die St. Pankratiuskirche mit anschließendem Laternenumzug eingeladen. Denn es war Martinstag, der als Tag der „Nächstenliebe“ und der „Hilfsbereitschaft“ gilt.
In den Jahren um 316/317 n. Chr., als die Menschen dem Christentum noch kritisch und ablehnend gegenüberstanden, wurde Martin(us) in der römischen Provinz Pannonien (heute: Ungarn) geboren. Der Legende nach soll Martin in der nordfranzösischen Garnisonsstadt Amiens einem frierenden Bettler begegnet sein und ihm die eine Hälfte seines Mantels gegeben haben. In der Nacht erschien ihm Jesus in jener Mantelhälfte gekleidet und Martin entschied am folgenden Tag, sich voll und ganz in den Dienst des Christengottes zu stellen.
Martin ließ sich taufen, wurde im Jahr 372 n. Chr. unfreiwillig zum Bischof von Tours ernannt und nach seiner Bestattung am 11. November 397 n. Chr. heiliggesprochen.
Gemeinsam mit dem Gemeindereferenten der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus, Stefan Horn, erzählte Pankratius-Pastor Michael Schulze den kleinen und großen Andachtsteilnehmer/innen die Geschichte vom Heiligen Martin. Währenddessen wartete draußen vor der Kirchentür St. Martin (Natalie Reißer) hoch zu Ross („Bella“), um die Kinder bei ihrem Laternenumzug zu St. Nikolaus „Im Langen Mühlenfeld“ zu begleiten. Dabei wurden sie mit den Melodien zu „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ oder „Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne...“ vom Burgdorfer Fanfarencorps „Wikinger“ blasmusikalisch eskortiert.