Hospizarbeit heißt auch „distanzierte Nähe“

Hospizkoordinatorin Manuela Fenske-Moanga und ihre Stellvertreterin Sigrid Bruncke (v.l.) würden gerne noch weitere ehrenamtliche Mitarbeiter herzlich willkommen heißen. (Foto: Georg Bosse)

Offene Gesprächstür beim Ambulanten Hospizdienst

BURGDORF, LEHRTE, SEHNDE, UETZE (gb). Auch in Burgdorf hat der Deutsche Hospiztag stattgefunden, der im Jahr 2000 vom Deutschen Hospiz- und Palliativverband ins Leben gerufen wurde und seitdem immer am 14. Oktober der betroffenen Öffentlichkeit die Gelegenheit gibt, über die Themen Krankheit und Sterben, Tod und Trauer mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Hospizarbeit ins Gespräch zu kommen.
Sterbebegleitung wird im Verbreitungsgebiet des MARKTSPIEGEL vom Ambulanten Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde & Uetze mit Sitz im Diakonie-Haus an der Schillerslager Straße 9 geleistet. Was brauchen Menschen in ihrer letzten Lebensphase? Über die Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung gibt es nach wie vor noch großen Aufklärungs- und Informationsbedarf. Was können hospizliche Begleitung und palliative Versorgung leisten? Und welche Rolle spielen die meist weiblichen Ehrenamtlichen des Ambulanten Hospizdienstes?
Antworten darauf und viele weitere Einzelheiten konnten Betroffene, Freunde und Familienmitglieder am vergangenen Freitag im Rahmen eines Nachmittags der Offenen Tür von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Begleiterteams um Hospizkoordinatorin Manuela Fenske-Mouanga erfahren.
„Der Ambulante Hospizdienst und seine Angebote sind da, wo die Menschen sind“, betont Manuela Fenske-Mouanga. Beispielsweise in der städtischen Begegnungsstätte in Sehnde, wo immer montags in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr die Offene Sprechstunde angeboten wird und in Lehrte das Trauercafé jeden ersten Samstag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet ist.
Derzeit hat der Ambulante Hopizdienst 32 ehrenamtliche Begleiter. „Aber wir würden für unsere Arbeit sehr gerne noch weitere Freiwillige willkommen heißen. Wer Lebenserfahrung sowie eine gehörige Portion Empathie und Respekt gegenüber den Menschen mitbringt, ist schon auf einem guten Weg. Alles andere wird im Laufe eines Jahres in Vorbereitungs- und Qualifizierungsseminaren vermittelt“, erklärt die Hospizkoordinatorin. Wichtig sei, bei der Begleitung und Betreuung Sterbender auch „distanzierte Nähe“ praktizieren zu können, so Fenske-Mouanga.
Wer für sich in einem ehrenamtlichen Engagement beim Ambulanten Hospizdienst Burgdorf, Lehrte, Sehnde & Uetze eine sinnvolle Aufgabe sieht, wird gebeten, über die Rufnummer 05136/ 8973-11 oder per Email: hospizdienst.burgdorf@evlka.de Kontakt aufzunehmen. Das Spendenkonto lautet: Evangelisch-luth. Kirchenkreis Burgdorf, Konto: 7211 bei der Stadtsparkasse Burgdorf (BLZ: 251 513 71), Stichwort: Hospiz-Stiftung.