Hilfe für das „Licht am Ende des Tunnels“

Erwin Jordan (l.) mit dem Projektteam Grit Schiller, Holger Hornbostel und Imke Fronia sowie mit dem neuen Diakonie-Pastor Harald Gerke, Alfred Baxmann, Diakonie-Geschäftsführer Jörg Engmann und der stellvertretenden Superintendentin des Kirchenkreises Burgdorf, Gesa Steingräber-Broder (Lehrte), vor der Tageswohnung in der Burgdorfer Mühlenstraße. (Foto: Georg Bosse)

Region vergibt Projekt „Stadt ohne Obdach“ an Tageswohnung Burgdorf

BURGDORF/LEHRTE/SEHNDE/UETZE (gb). Menschen in Notsituationen, die ohne Mittel und von Wohnungslosigkeit bedroht sind, Hilfestellungen zu leisten, war schon immer die Zielrichtung der Burgdorfer Tageswohnung in der Mühlenstraße. Die vorbildliche Einrichtung der Stadt Burgdorf und des Diakonieverbandes Hannover-Land hat zu Beginn des Jahres das Regions-Modellprojekt „Stadt ohne Obdach“ zugesprochen bekommen, dass vorerst auf den Zeitraum von zwei Jahren angelegt ist und von der Region Hannover sowie vom Land Niedersachsen je zur Hälfte mit rund 150.000 Euro gefördert wird.
„Stadt ohne Obdach“ ist nun für die Tageswohnung Burgdorf die finanziell abgefederte Chance, mit dem nötigen Zeitaufwand präventiv zu werden, bevor sich die ungünstige Situation von Bürgerinnen und Bürgern in Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze verfestigt hat. Die Beratung und Begleitung von Menschen in sozialen Schwierigkeiten sei die „Hilfe für das Licht am Ende des Tunnels“, erklärte das Tageswohnungsteam um Imke Fronia, Grit Schiller und Holger Hornbostel anlässlich eines Besuchs von Regions-Sozialdezernent Erwin Jordan am vergangenen Dienstag in Burgdorf. Dabei vergaßen sie auch nicht die wertvolle Unterstützung des Förderkreises aus evangelischen und katholischen Christen zu würdigen. „Die Tageswohnung war von Anbeginn an ein Erfolgsprojekt. Hier wird nicht nur auf Fürsorge, sondern auch auf Teilhabe gesetzt“, betonte Bürgermeister Alfred Baxmann. Mit dieser geleisteten Arbeit liege Burgdorf in der Region ziemlich weit an der Spitze, bestätigte Erwin Jordan.
Um Wohnungslosigkeit für die Betroffenen zu verhindern, bedienen sich Imke Fronia, Grit Schiller und Holger Hornbostel eines gewachsenen Netzwerks aus Kontakten und kurzer Wege zu Kirchen, Jobcenter und Vermieter sowie „guter Drähte“ zur Stadt und zu den Burgdorfer Stadtwerken.
Ob das Modellvorhaben „Stadt ohne Obdach“ über den 31. Dezember 2015 hinaus verstetigt wird, hängt von den Ergebnissen der Evaluation ab, die von der Zentralen Beratungsstelle Niedersachsen durchgeführt wird. „Wenn es funktioniert, haben wir natürlich die Hoffnung, dass dieses Projekt kein zweijähriges „Strohfeuer“ bleibt“, wünschte sich Diakonie-Geschäftsführer Jörg Engmann.