Heimat ohne geistige und geografische Enge

Ohne geistige und geografische Enge erlebe der Heimatbegriff heute eine Wiederbelebung, so Alfred Baxmann. (Foto: Georg Bosse)

32 interessante Menschen und 32 interessante Plätze

BURGDORF (gb). „Ich fühl mich wohl in dieser kleinen Stadt, die wirklich einiges zu bieten hat. Hier gibt es so manchen Lieblingsplatz...“, mit diesen Zeilen aus dem eigens zur Ausstellung „Lieblingsorte in Burgdorf“ komponierten (Heimat-)Lied machte Musiker und Sänger Daniel Fernholz (Ehlershausen) am vergangenen Samstag die Auftaktveranstaltung in der KulturWerkStadt rund. Und das anwesende Publikum dankte es ihm mit zugabeverdächtigem Applaus.
Für die noch bis zum Sonntag, 18. Juni, geöffnete und vom MARKTSPIEGEL unterstützte KulturWerkStadt-Ausstellung hatten sich 32 bekannte und prominente Auestädter vom Burgdorfer Fotografen Joachim Lührs an ihren Lieblingsplätzen in Szene setzen lassen. Darunter unter anderem Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen in der St. Pankratiuskirche, Bewegungsillusionist Niels Weberling, alias Herr Niels, auf dem Fahrradweg nach Steinwedel und der gebürtige Burgdorfer Bürgermeister Alfred Baxmann am Großen Stern: „Mit dem Großen Stern im Burgdorfer Holz verbinde ich schöne Kindheitserinnerungen. In der jüngsten Zeit hat „Großer Stern“ für mich aber auch eine andere Bedeutung bekommen, wenn dort Himmelfahrtsfeiernde sternhagelvoll sind.“ Der Heimatbegriff erlebe heute eine Wiedergeburt, so Baxmann weiter, und: „Heimat im Sinne der eigenen Verwurzelung und Identifikation ohne geistige und geografische Enge, aus der heraus Weltoffenheit und Toleranz erwächst.“
Die Präsentation zeigt mit ihren Protagonisten den Facettenreichtum von Wohlfühlorten in der Stadt und ihren Ortsteilen. „Die Plätze wurden häufig lokalpatriotisch ausgesucht, zu denen die Personen auch emotionale Bindungen haben“, sagte der Bürgermeister mit Wurzeln in Dachtmissen.