Heimat ist ein Gefühl von Geborgenheit

Carlotta, Farid, Laura, Nina, Yeo, Ibrahim und Marlene (v.l.) bei den Proben zum Theaterstück „Heimat“. (Foto: Johnny B.)

Heimat-Projekt bringt alle Beteiligten ins Gespräch

BURGDORF (r/jk). Jeder Mensch stellt sich in seinem Leben die Frage, wo seine Heimat ist. Für Jugendliche heute wird diese Frage zunehmend schwieriger zu beantworten, denn die Mobilität der Gesellschaft lässt nur noch wenige Personen in einem Umfeld aufwachsen.
Oft sind durch Umzug oder Herkunft viele Orte für einen jungen Menschen bedeutend und auch prägend. Und was ist dann wirklich meins? Oder ist es gar nicht der Ort, sondern vielmehr die Menschen dort? Oder der Umgang wie er dort gepflegt wird? Verstehen ältere Menschen überhaupt das gleiche unter dem Begriff Heimat, wie ich als Jugendlicher.
Im Rahmen des Projektes „Heimat“ hatten Jugendliche aller aktiven Gruppen die Chance, zu diesem Thema gemeinsam zu reflektieren. In Kooperation mit dem Mehr-Generationen-Haus hat sich eine Theatergruppe gebildet, die diese Erfahrungen und Erkenntnisse auf der Bühne darstellt. Unter der Regie von Nicole Buhr entwickeln die Jugendlichen Szenen, in denen sie ihre Emotionen und Bezüge zu Heimat darstellen.
Was bedeutet es, ausgegrenzt zu sein und wie fühlt sich Geborgenheit an? Erstaunlich wie gleich die Jugendlichen mit so unterschiedlicher Herkunft – ob Hannover, Paraguay, Afghanistan oder Elfenbeinküste – das empfinden. „Ich wohne in Burgdorf“, ist die Grundlage die alle vereint. Was Heimat ist und wo Heimat ist, definiert jeder anders, jeder aus seiner Lebensperspektive.
Das Theaterstück, bereichert durch viele Beiträge anderer Gruppen, lädt zum Mitdenken und Mitfühlen ein. Die Premiere findet am Freitag, 7. März, ab 19.00 Uhr im JohnnyB. statt. Für Gruppen und Schulklassen werden Sondertermine angeboten, die im JohnnyB. bei Horst Gohla (Tel. 05136/3693) oder bei Uschi Wieker im Burgdorfer Mehr-Generationen-Haus (Tel. 05136/878 1118) erfragt werden können.