Heesseler SV kehrt auf seine vertraute Sportanlage zurück

TSV Burgdorf ist nach der gescheiterten Fusion der erste Gegner

HEESSEL (kd). Es ist ein besonderes Spiel für den Heesseler SV. Den roten Teppich werden sie der TSV Burgdorf im Rückspiel nach der geplatztes Fusion sicherlich nicht ausrollen. Doch steht das Nachholspiel der Fußball-Landesliga am Sonntag, 21. Februar, um 14 Uhr in Heeßel ganz sicher unter besonderen Vorzeichen.
Dabei geht es nach dem 2:2 im Hinspiel zwischen den Tabellennachbarn noch nicht einmal so sehr um die Vormachtstellung in der Kernstadt, sondern nur einfach darum, dass der Tabellensechste aus Heeßel nach seinem halbjährigen Intermezzo in der Burgdorfer MARKTSPIEGEL-Arena wieder an seine seit Jahren vertraute Spielstätte in Heeßel an der Dorfstraße zurückkehrt.
„Ich erwarte in Heeßel doch eine deutlich bessere Stimmung als im Burgdorfer Stadion. Wir haben in der Burgdorfer MARKTSPIEGEL-Arena zwar nie etwas Negatives erlebt, doch haben sich unsere Anhänger auf der weitläufigen Anlage einfach nicht wohlgefühlt. Daher sind sie froh, dass ab sofort wieder alle unsere Heimspiele in Heeßel stattfinden werden", kündigte Niklas Mohs an. Heeßels Trainer, dessen Trainervertrag zum Ende der Saison ausläuft und bis dato noch nicht verlängert wurde, sieht in der bisher fremden Spielstätte zwar einen der Gründe dafür, dass die Heimbilanz mit drei Siegen, drei Remis und drei Niederlagen mit 12 Punkten zwar hinter den Erwartungen zurückblieb, doch will Niklas Mohs diese Tatsache nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Das würde die Sache zu einfach machen", gab Heeßels Trainer zu, der aber versprach, dass er alles daran setzen will, dass die Rückserie seiner Mannschaft erfolgreicher verläuft als die Hinrunde.
Im Gegensatz zum vergangenen Spieljahr ließ der Heesseler SV in dieser Saison die Konstanz vermissen, wie die abgelaufenen Spiele belegen. Nach jeweils 2:2- Unentschieden gegen die TSV Burgdorf und MTV Almstedt ließen die Heeßeler am dritten Spieltag mit dem 2:0-Erfolg beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide den ersten Saisonsieg folgen, dem gegen den OSV (3:2) und TSV Wetschen (4:2) zwei weitere Siege folgten. Dem zwischenzeitlichen Höhenflug mit 11 Punkten nach fünf Spielen ohne eine Niederlage folgte dann ab Mitte September ein steiler Absturz des Heesseler SV mit vier Niederlagen in Folge gegen den TuS Sulingen (1:4), SG Hameln 74 (0:2), SV Ramlingen/Ehlershausen (0:6) und SV Bavenstedt (0:1), ehe danach wieder bis zum Beginn der Winterpause eine Serie von sieben Spielen ohne Niederlage gegen TuS Garbsen (4:1), HSC Hannover (3:3), STK Eilvese (3:1), TSV Pattensen (3:3), FC Eldagsen (4:2) und den beiden Spielen aus der Rückserie gegen MTV Almstedt (3:3) und TSV Krähenwinkel/Kaltenwiede (0:0) folgte.
Mit 24 Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis von 34:34 weist der Heesseler SV als Tabellensechster bereits einen Rückstand von 18 Punkten auf den Tabellenführer HSC Hannover auf, so dass Trainer Niklas Mohs bereits zugeben musste, dass die Meisterschaft in diesem Jahr ohne Beteiligung seiner Mannschaft entschieden wird. Als beste Torschützen zeichneten sich im bisherigen Saisonverlauf Mark Wielitzka (9 Treffer), Kesip Caran und Niklas Rohden (jeweils 5 Tore) aus. Mit den Stammspielern Kesip Caran zum Klassengefährten SV Ramlingen/Ehlershausen und Yilmaz Dag zum Oberligisten 1. FC Wunstorf sowie Nachwuchstorhüter Philipp Sauer zur TSV Burgdorf erteilte der Heesseler SV in der Winterpause auf Wunsch der Spieler gleich drei Freigaben. „Wir ersetzen das Trio durch die Nachwuchsspieler Sahin Caran, Serhat Ediz und Rezzan Bilmez", kündigte Trainer Niklas Mohs an, der trotz der Abgänge über einen ausreichend großen Kader von 22 Spielern verfügt, die auf dem Kunstrasenplatz in Hemmingen bereits bei ihrem 5:2-Sieg im Vorbereitungsspiel gegen den FC Lehrte ihr Können unter Beweis stellen konnten, wobei Jannis Iwan (2), Jonas Künne, Rezzan Bilmez und Nachwuchsspieler Yussuf Akdas, bei zwei Gegentreffern von Michael Duraj, die Torschützen waren.