Harald Baumgarten als AKEB-Vorstandssprecher bestätigt

Der einstimmig gewählte „neue“ AKEB-Vorstand (oben, v. li.): Holger Wesche, Jörg Fehling, Julia Obermeyer, Harald Baumgarten und Viviane Rohde. (Foto: Georg Bosse)

Innenstadt-Händler tendieren zum Wochenmarkt auf dem Spittaplatz

BURGDORF (gb). Einen Tag vor Christi Himmelfahrt waren über 20 Mitglieder des Aktionskreises Einkaufsstadt Burgdorf (AKEB) zur ihrer 40. Jahreshauptversammlung im Foyer des Veranstaltungszentrums (VAZ) zusammengekommen. Wichtigster Tagesordnungspunkt waren die Neubestimmungen zum fünfköpfigen AKEB-Vorstand, die von Burgdorfs Wirtschaftsförderer André Scholz als Wahlleiter durchgeführt wurden. Schuhhändler Martin Polch trat nicht mehr zur Wiederwahl an, sondern ließ sich in den sieben Mitglieder zählenden „Erweiterten Vorstand“ wählen. Dafür rückte Versicherungskaufmann Holger Wesche in den Vorstand auf, der nunmehr darüber hinaus mit Viviane Rohde (Neue Woche), Julia Obermeyer (Modehaus) und Jörg Fehling (Bekleidungen) besetzt ist. Harald Baumgarten (Büromarkt) war und ist für weitere zwei Jahre der AKEB-Vorstandssprecher.
Dem „Erweiterten Vorstand“ gehören Gaby Frey (Buchhandlung Gillmeister), Gabriele Waldeck (Baulöwe), Sonja Stünkel (Moden), Ulrich Wegener (Wegener`s Buchhandlung), Detlef Keller (MARKTSPIEGEL), Karsten Siekmann (Burgdorfer Schützengesellschaft) und Martin Polch (Sport & Schuhe) an.
Die Verkaufsoffenen Sonntage (VOS), die für die AKEB-Einzelhändler jährlich mit bis zu 7.000 Euro Werbungskosten zu Buche schlagen, sowie der Umbau der Innenstadt seien die Hauptthemen im vergangenen Jahr gewesen, so der alte und neue Vorstandssprecher Harald Baumgarten. „Mittlerweile haben wir eine gute Zusammenarbeit mit Rossmann und C&A, die die VOS jetzt mit finanzieren.Wir haben mit der Politik viel geredet und sind dennoch nicht ganz mit den Planungen ohne Parkplätze auf der „neuen Marktstraße“ zufrieden“, sagte Baumgarten, der die Hannoversche Neustadt weiter für eine bedeutende Geschäftsstraße hält. Die derzeitige City-Baustelle „Marktstraße“ sei sicherlich eine Belastung, aber jetzt müssten alle mal eben die Zähne zusammenbeißen, kommentierte Jörg Fehling. Und Julia Obermeyer wusste zu berichten, dass man in persönlichen Gesprächen mit den (Stamm-)Kunden viel Verständnis für die Baumaßnahmen wecken könne. Aber auch das Thema „Fußgängerzone“ bleibt für den AKEB auf der Agenda. Als abschreckende Beispiele für Fußgängerzonen in Städten der Größenordnung Burgdorfs nannte Baumgarten Neustadt/Rbg., Sarstedt und Seesen (Harz).
Dem AKEB-Vorstandssprecher schwebt die Vision vor, dass sich Burgdorf zu einem „El Dorado“ für den inhabergeführten Einzelhandel entwickeln könnte. Dazu würde eventuell die Verlegung der Burgdorfer Wochenmärkte auf den zentral gelegenen Spittaplatz beitragen. Zu diesem zentralen Problem wurden von den Anwesenden zahlreiche Argumente mit der Tendenz ausgetauscht, sich mit einer Wochenmarktverlagerung auf den Platz an der Pankratiuskirche anfreunden zu können, ohne dabei die Marktstraße sperren zu müssen. „Um die Sache gegenüber der Politik in diese Richtung zu lenken, braucht es starke Verbündete, wie den Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) und den StadtmarketingVerein (SMB)“, gab Anwalt und Burgdorfs Ex-Stadtdirektor Leo Reinke zu Bedenken.
Der AKEB will seine Aktivitäten künftig um einen regelmäßigen, offenen „Stammtisch“ bereichern. „Diesbezüglich laden wir alle Mitglieder und Interessierte ein, in lockerer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen“, erklärte Harald Baumgarten und nannte auch gleich den ersten Termin. Die Premiere des AKEB-Stammtisches findet am Donnerstag, 14. Juni, ab 19.30 Uhr beim neuen Mitglied „Pyramide“ am „Kleinen Brückendamm“ statt. Dort sind auch genügend Parkplätze vorhanden.