Hannoversche Volksbank wächst im Jahr 2012 deutlich

Jürgen Wache, Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank, sieht die Hannoversche Volksbank als Stabilitätsanker in der deutschen Bankenlandschaft. (Foto: Hannoversche Volksbank)

Bilanzsumme steigt auf 4,45 Milliarden Euro / 4.250 neue Mitglieder gewonnen

BURGDORF/BURGWEDEL/UETZE (r/jk). Die Hannoversche Volksbank hat sich auch im 152. Geschäftsjahr als verlässlicher Partner ihrer mittelständischen Privat- und Firmenkunden präsentiert. „Unser genossenschaftliches Geschäftsmodell basiert auf langfristigen, partnerschaftlichen Kundenbeziehungen“, stellte Jürgen Wache, Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank, während der Vorstellung der jüngsten Bilanz fest, „wir Volks- und Raiffeisenbanken sind ein Stabilitätsanker in der deutschen Bankenlandschaft, dass zeigt auch die Bestätigung des Ratings AA- der genossenschaftlichen Gruppe.“

Bilanzsumme ist gestiegen
Die Bilanzsumme der Hannoverschen Volksbank ist gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Prozent auf 4,45 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,16 Mrd. Euro) gestiegen. Die Bank ist der genossenschaftlichen Philosophie, die Einlagen ihrer Kunden als Kredite für private Kunden und die regionalen Unternehmen auszugeben, treu geblieben. „Wir sind hier in unserer Region zuhause und haben unseren Kunden attraktive Konditionen geboten, obwohl im 5. Jahr der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise die Refinanzierung über die EZB oder institutionelle Anleger viel günstiger gewesen wäre“, erläutert Jürgen Wache, „meine Vorstandskollegen Gerhard Oppermann und Gisbert Fuchs sind genau wie ich jedoch davon überzeugt, dass diese Verlässlichkeit eine gute Investition in jede Einzelne unserer mehr als 235.000 Kundenverbindungen ist.“

Kundeneinlagen sind gestiegen
Auf der Passivseite der Bilanz wuchsen die Einlagen der Kunden um 285 Mio. Euro (+9,4 Prozent). Der Löwenanteil dieser Gelder kommt mit 183 Mio. Euro von den mittelständischen Firmenkunden, die in den letzten Jahren ausgesprochen erfolgreich waren. Das bestätige auch eine Studie der Uni Münster im Auftrag der WGZ-Bank: Viele mittelständische Unternehmen haben demnach ihren Verschuldungsgrad zurückgefahren und verfügen über eine gute Liquidität. Die Eigenkapitalquote liege bei rund 30 Prozent.
Das Kreditgeschäft der Hannoverschen Volksbank nahm im Jahr 2012 um 1,9 Prozent auf 2,78 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,73 Mrd. Euro) zu. Dieser Erfolg basiert auf der Finanzierung der traditionellen Kundschaft der Volksbank, den inhabergeführten mittelständischen Unternehmen, den Selbständigen und Freiberuflern sowie der privaten Baufinanzierung. Hier dominierte neben der Realisierung des eigenen Heimes vor allem die energetische Sanierung. Konsumentenkredite vermittelt die Bank innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe als easyCredit an die Team-Bank. Insgesamt sagten die Berater der Hannoverschen Volksbank mehr als 7.500 Kredite mit einem Gesamtvolumen von fast 950 Mio. Euro zu. „Auch wenn unsere mittelständischen Firmenkunden erhebliche Überschüsse sicher bei uns parken, benötigen sie Investitionskapital. Die Nachfrage neuer Kredite in diesem Umfang hat uns vor Herausforderungen gestellt, unsere internen Ziele für die zeitnahe Abwicklung dieser Anfragen zu realisieren“, stellt Wache fest. „Wir haben die Weichen gestellt, auf derartige Spitzen zu reagieren.“ In den letzten fünf Jahren ist das Kreditvolumen der Hannoverschen Volksbank um stolze 500 Mio. Euro gewachsen, die Marktanteile wurden stetig ausgebaut.
Die positive Entwicklung, insbesondere am Aktienmarkt, spiegelt sich in den Kundendepots wider. Die Kursentwicklung bei Aktien, Fonds und Renten hat zum Stichtag 31.12.2012 zu einem Anstieg der Werte in den Depots um 93,5 Mio. Euro geführt.

7100 Neukunden in 2012
Rund 7.100 Neukunden und 4.250 neue Mitglieder konnte die Volksbank im letzten Jahr gewinnen. Mehr als 106.000 Menschen aus der Wirtschaftsregion Hannover-Celle sind nun Mitglied und damit Eigentümer der Hannoverschen Volksbank. Gut 7.000 neue Girokonten wurden eröffnet. „Das Girokonto ist das Ankerprodukt der Geschäftsbeziehung“, erläutert Wache, „unsere Motiv-Karten machen aus ein paar Quadratzentimeter Plastik echte Emotion.“ Die Kunden der Bank verfügen inzwischen über fast 24.000 96-BankCards, mehr als 3.000 Indians- und über 700 UBC Tigers-BankCards. Die im Herbst 2011 eingeführte Herrenhäuser Gärten-BankCard wurde bereits 2.300 Mal geordert. Neu in den Reigen der schönen Motive wird ab Februar 2013 das Herzogschloss Celle aufgenommen.

Immobilien wurden zurück gekauft
Der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Zinsüberschuss blieb gegenüber dem Vorjahr mit 108,2 Mio. Euro stabil. Der Provisionsüberschuss war mit 27,7 Mio. Euro (Vorjahr: 29,6 Mio. Euro) etwas schwächer.
Der Verwaltungsaufwand der Bank erhöhte sich im Jahr 2012 leicht. Der Sachaufwand (inkl. Afa) betrug 36,6 Mio. Euro (Vorjahr 36,3 Mio. Euro) und der Personalaufwand 53,7 Mio. Euro (Vorjahr: 52,3 Mio. Euro).
Im Jahr 2006 hatte die Hannoversche Volksbank einen Großteil ihrer Immobilien an einen Investor verkauft, jetzt hat die Bank von einem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht und die KompetenzCenter Hannover-City (Kurt-Schumacher-Straße), Burgdorf, Burgwedel und Berenbostel zurückgekauft.
Aus dem Jahresüberschuss von 12,5 Mio. Euro (Vorjahr: 12,4 Mio. Euro) will die Bank wieder eine Dividende von 5,5 Prozent zahlen.

Hohe Qualität der Beratung
Im Jahr 2012 sind die Berater der Hannoverschen Volksbank nahezu 129.000 Mal mit Angeboten initiativ auf ihre Kunden zugegangen. Mehr als 117.000 Mal fanden die angebotenen Produkte das Interesse der Kunden. Auch unabhängige Tester bestätigen die hohe Qualität der Beratung. Beim CityContest der IVA (Institut für Vermögensaufbau, München) in Zusammenarbeit mit Focus Money ging die Hannoversche Volksbank in Hannover und Langenhagen zum zweiten Mal als Sieger hervor. Die Volksbank Celle, Niederlassung der Hannoverschen Volksbank, gewann bereits zum vierten Mal in Folge.
Auch die Tochtergesellschaften der Hannoverschen Volksbank geben ihrer „Mutter“ Grund zur Freude. Insbesondere die Hannoversche Volksbank Immobilien GmbH (HVI) konnte mit gut 250 vermittelten Objekten ein Kaufpreisvolumen von rund 40 Mio. Euro umsetzen.
Aktuell beschäftigt die Hannoversche Volksbank 967 Mitarbeiter. Mit 55 Auszubildenden zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann sowie Studenten zum Bachelor of Arts gibt die Bank vielen jungen Leuten eine berufliche Perspektive. Die Volksbank betreibt 63 Geschäftsstellen und 37 SB-Center im Wirtschaftsraum Hannover-Celle und verfügt über 125 eigene Geldautomaten. Bundesweit können sich die Kunden der Bank an fast 19.000 Geldautomaten kostenlos mit Bargeld versorgen.
Die zum 150-jährigen Bestehen der Bank im Jahr 2010 gegründete „Stiftung Hannoversche Volksbank“ förderte acht Projekte mit mehr als 40.000 Euro. Insgesamt flossen über Sponsoringmaßnahmen und Spenden deutlich mehr als 1 Mio. Euro in die Region.

Herausforderungen annehmen
Für das Jahr 2013 rechnet die Bank aufgrund der insbesondere für das 1. Halbjahr 2013 erwarteten rückläufigen Entwicklung der Wirtschaftsleistung in Deutschland sowie der anhaltenden Niedrigzinsphase mit großen Herausforderungen. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt“, betont Wache, „und wollen trotz der verschlechterten Rahmenbedingungen den Erfolg aus dem letzten Jahr fortschreiben.“
Zum 1. Juli 2013 erweitert die Hannoversche Volksbank ihren Vorstand. Bernd Müntz (45) wird das Ressort „Produktion“ übernehmen.

Positive Entwicklung in Burgdorf
Die Hannoversche Volksbank betreut in ihrem Marktgebiet Burgdorf (inkl. Uetze und Hänigsen) fast 21.000 Kunden, genau 9.477 sind auch Mitglied der genossenschaftlichen Bank. Die Zahl der Mitglieder stieg damit um 1,2 Prozent. Das Kreditgeschäft der Hannoverschen Volksbank stieg im Marktgebiet Burgdorf im Jahr 2012 überdurchschnittlich um 12,3 Prozent auf 233,1 Mio. Euro (Vorjahr: 207,6 Mio. Euro).
Die bilanziellen Einlagen sind regional um 3,5 Prozent auf 214,7 Millionen Euro (Vorjahr: 222,4 Mio. Euro) gesunken. Demgegenüber stieg das außerbilanzielle Einlagengeschäft deutlich um 10,9 Prozent oder 11,3 Millionen Euro auf 115,1 Millionen Euro.