Hannover 96 will "Rote Teufel" tanzen lassen

Ein Beitrag von Klaus Depenau - Bei Heimsieg am Montag (30. Januar 2017) gegen Lautern winkt die Tabellenspitze

HANNOVER (kd). Sechs Wochen ruhte in der 2. Fußball-Bundesliga nach dem letzten Hinrundenspieltag am 19. Dezember mit dem Spiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem 1. FC Kaiserslautern (2:1) der Ball, ehe an diesem Wochenende auch in der 2. Liga die Winterpause endet, so dass seit dem gestrigen Freitag der Spielbetrieb wieder läuft.
Ein wenig länger dürfen sich die "Roten" auf die Rückrunde vorbereiten, die erst am Montag, 30. Januar, ab 20.15 Uhr mit dem Rückspiel in der HDI-Arena gegen den 1. FC Kaiserslautern in das Spielgeschehen eingreifen.
An das Hinspiel haben die 96er noch gute Erinnerungen. So konnten die "Roten" zum Saisonauftakt mit dem 4:0- Auftakterfolg auf dem Betzenberg ihren bisher höchsten Saisonsieg feiern. Das Spiel wird insbesondere Artur Sobiech noch in nachhaltiger Erinnerung geblieben sein.
Steuerte der 26-jährige polnische Auswahlspieler mit zwei Toren doch einen Doppelpack zu dem Kantersieg bei, ehe ihn eine langwierige Knieverletzung zu einer längeren Pause zwang und damit aus dem Rhythmus brachte, so dass es bis heute Sobiechs einzigen beiden Treffer blieben.
Zur Startformation dürfte der Pole am Montag kaum zählen. Ob Artur Sobiech gegen den 1. FCK wenigstens auf die Rolle eines Jokers hoffen darf, erscheint angesichts der starken Konkurrenz im Angriff mit dem gesetzten Goalgetter Martin Harnik, der bisher schon 14 mal traf, Kenan Karaman (5 Treffer) , Felix Klaus (5 Tore), Niclas Füllkrug (2 Treffer) und des pfeilschnellen Noah Joel Sarenren Bazee (1 Tor) mehr als zweifelhaft. Nicht dabei wird zum Rückrundenauftakt Mannschaftskapitän Manuel Schmiedebach sein, dem ein im Training erlittener Muskelfaserriss zu einer längeren Pause zwingt.
Auch auf ein Wiedersehen mit dem ehemaligen 96-Trainer Tayfun Korkut, der noch im Hinspiel bei den "Roten Teufeln" auf der Bank saß, werden die 96-Fans verzichten müssen. Der 42-jährige Fußballlehrer trat nach Ende der Hinrunde völlig überraschend beim 1. FCK als Coach zurück, obwohl sich seine Mannschaft von einer Schwächephase gut erholt hatte und sich von einem Abstiegsplatz mit fünf Punkten Abstand zu den Abstiegsplätzen mit nun 19 Punkten auf den 13 Rang verbesssern konnte.
Die Gerüchteküche rund um den Betzenberg besagt, dass Tayfun Korkut angeblich unzufrieden gewesen sei mit seiner Mannschaft und den mit den Möglichkeiten am Betze. So soll Tayfun Korkut mit der aktuellen Mannschaft keine Perspektive mehr gesehen haben. Auf der Suche nach einem Nachfolger wurden die FCK-Verantwortlichen ausgerechnet am Darmstädter Böllentor fündig, wo sie den bei Darmstadt 98 entlassenen 58-jährigen Trainer Norbert Meier mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2018 beim 1. FC Kaiserslautern ausstatteten.
Probleme, die Hannover 96 kaum tangieren. Geht es für die "Roten" ausschließlich darum, als Tabellenzweiter der Hinrunde mit 32 Punkten die sofortige Rückkehr in die 1. Bundesliga zu schaffen. "Diesem Ziel müssen wir alles unterordnen" forderte einmal mehr 96-Präsident Martin Kind, der mit der Berufung des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden von Hannover 96 einiges für die Außendarstellung des Klubs tat, was dann auch Anfang der Woche bei der Präsentation prompt auf ein großes mediales Interesse nicht nur bei der schreibenden Zunft, sondern bis hin zu diversen Fernsehsendern führte, die mit aktuellen Beiträgen über die Vorstellung von Gerhard Schröder ihre Zuschauer informierten.
"Wichtig ist mir auch, noch einmal auf unser DFB-Pokalspiel im Achtelfinale am Mittwoch, 8. Februar, bei uns zu Hause in der HDI-Arena gegen Eintracht Frankurt hinzuweisen, wo wir von 20.45 Uhr an bereits Bundesligaluft schnuppern können", freut sich nicht nur Hannovers Präsident Martin Kind auf den Leistungsvergleich in der 3. Pokalrunde mit einem so renommierten Bundesligisten wie der Frankfurter Eintracht mit ihrem Trainer Nico Kovac.