Hannover 96 muss gegen Stuttgart dran bleiben

Zwei Sitzplatz-Tickets für das Spiel gegen den SV Sandhausen zu gewinnen

HANNOVER (kd). Eigentlich läuft alles nach Plan bei Hannover 96. Nach dem 3:2 (1:1)-Zittersieg über den bis dato punktgleichen Tabellenvierten 1. FC Heidenheim vor 28.500 Zuschauern in der HDI-Arena durch die Tore von Martin Harnik (45. + 1), Niclas Füllkrug (68.) und Noah Jorel Sarenren Bazee (70.), jeweils nach einem 0:1-Rückstand durch die Tore von John Verhoek (42.) und einem Eigentor von Waldemar Anton (60.) zum 1:2, hätte bei den „Roten“ vor dem Topspiel am Montag, 12. Dezember, ab 20.15 Uhr in der Mercedes-Benz Arena in Stuttgart der Himmel voller Geigen hängen müssen. Zumal sich der Punkteabstand zu dem Mitkonkurrenten aus dem Schwabenland bei vier Punkten noch in Grenzen hält, der sich bei einem Sieg der 96er sogar auf einen Zähler verringern würde.
Doch wie soll das klappen, wenn immer wieder Entscheidungen von außen her die Harmonie stören. So legte 96-Präsident Martin Kind vor dem Spiel gegen die Überraschungsmannschaft aus Heidenheim in einem Interview mit dem Bezahltsender Sky noch einmal die Marschroute fest, indem er unmissverständlich wissen ließ: „Der Aufstieg ist alternativlos. Unser Trainer Daniel Stendel hat das volle Vertrauen. Sieben Punkte sollen es aus den letzten drei Hinrundenspielen gegen den 1. FC Heidenheim, VfB Stuttgart und SV Sandhausen noch werden.“
Das hieße im Klartext, dass die 96er beim Mitabsteiger VfB Stuttgart mindestens mit einem Punktgewinn die Heimfahrt antreten müssten. Immer vorausgesetzt, die Mannschaft von Trainer Daniel Stendel gewinnt auch zwingend ihr letztes Heimspiel der Hinrunde am 18. Dezember gegen den SV Sandhausen, der am vergangenen Spieltag durch einen 3:1-Auswärtssieg beim 1. FC Nürnberg aufhorchen ließ.
Da die 96er bis auf das Eröffnungsspiel beim 4:0-Sieg auf dem Betzenberg gegen den 1. FC Kaiserslautern in keinem der folgenden 14 Spielen so richtig zu überzeugen wussten, gerät auch Trainer Daniel Stendel trotz der zufriedenstellenden Punktezahl immer häufiger in die Kritik. Zumal der 42-jährige Fußballlehrer durch eigenwillige Personalentscheidungen nicht nur bei den Fans Anlass zur Kritik gibt. So bei Salif Sanè, der noch im Sommer als unverkäuflich galt, den er aber vor zwei Wochen in Düsseldorf zunächst auf die Einwechselbank verbannte.
Gegen den 1. FC Heidenheim musste sich überraschend Niclas Füllkrug mit der Reservistenrolle begnügen, ehe er in der 65. Minute für Edgar Prib eingewechselt wurde, um sich dann mit dem Treffer zum 2:2-Ausgleich drei Minuten später zu belohnen.
Zum Durcheinander bei Hannover 96 passt auch der Umstand, dass mit Martin Bader als Geschäftsführer Sport und Christian Möckel als sportlicher Leiter und Kaderplaner zwar zwei Akteure aus Nürnberger Zeiten das Sagen bei den „Roten“ haben, doch sieht die Realität durch eine Personalentscheidung von Martin Kind inzwischen anders aus.
Mit dem Schweizer Martin Andermatt, dem früheren Trainer des SSV Ulm und Eintracht Frankfurt, wurde der sportlichen Leitung der Hannoveraner nun ein erfahrener Coach zur Seite gestellt, den viele als Aufpasser und verlängerten Arm von Martin Kind sehen. Dass noch dazu Altkanzler Gerhard Schröder neuerdings dem Aufsichtsrat von Hannover 96 angehört, passt zum momentanen Erscheinungsbild des Zweitligisten, der hoch hinaus will und mit allen Mitteln die sofortige Rückkehr in die Bundesliga anstrebt.
Das ist bei dem Riesenetat, über die die 96er gegenüber den meisten Mitkonkurrenten verfügen, verständlich. Nur muss der Tabellenvierte aus Hannover nun den Worten auch Taten folgen lassen. Am besten bereits am Montag beim VfB Stuttgart, der sich von den Personalkosten her auf einer Stufe mit den „Roten“ bewegen soll. Mit jeweils 29 Treffern verfügen beide Vereine über die torgefährlichsten Mannschaften der 2. Liga.
Hannover 96 vertraut dabei ganz und gar auf die Torgefährlichkeit des Ex-Stuttgarters Martin Harnik, der mit 7 Treffern torgefährlichster Angreifer seiner Mannschaft ist. In Sachen Torgefährlichkeit folgen bei Hannover 96 Kenan Karaman (5 Treffer) und Felix Klaus (4 Tore), dessen Sperre nach der 5. Gelben Karte abgelaufen ist. Auf Seiten des VFB Stuttgart ragt der frühere Bochumer Simon Terodde mit 10 Tore heraus. Gefolgt von Christian Gentner (5 Treffer) und Manè Carlos (4 Tore.). Man darf gespannt sein, wer im Gigantentreffer am Montag die Oberhand behalten wird, das ab 20.15 Uhr auch auf Sport 1 im Fernsehen übertragen wird.
Werden die „Roten“ das Spitzenspiel in Stuttgart schadlos überstehen? Wir sind wieder gespannt auf ihren Ergebnis-Tipp, mit dem sie zwei Sitzplatztickets für das letzte Hinrundenspiel gegen den SV Sandhausen am Sonntag, 18. Dezember, 13.30 Uhr, in der HDI-Arena gewinnen können. Und so funktionierts: Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in Stuttgart und schicken Sie uns bis zum kommenden Montag, 20 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse und Tel./Handy/Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile ihren Tipp (Stuttgart - 96 X : X) ab und schicken Sie uns nur EINE Mail!