Hannover 96 gewinnt 2:1 gegen Stuttgart

Hartmut Wätjen aus Lehrte gewinnt zwei Sitzplatz-Tickets gegen SV Sandhausen

HANNOVER (kd). Jubel bei Hannover 96 und seinen Anhängern über den wichtigen 2:1 (1:1)-Sieg am Montagabend vor 47.125 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena beim VfB Stuttgart. Durch den dringend benötigten Erfolg im sogenannten Sechs-Punkte-Spiel konnte Hannover 96 mit 31 Punkten vor dem abschließenden Hinrundenspiel am Sonntag um 13.30 Uhr in der HDI-Arena gegen den SV Sandhausen den Abstand zu den führenden Mannschaften vom Spitzenreiter Eintracht Braunschweig (33 Zähler) und dem VFB Stuttgart (32 Punkte) auf zwei bzw. einen Punkt verringern.
Ein Sieg der „Roten“ am Sonntag vorausgesetzt, könnte für den Tabellendritten sogar noch die Herbstmeisterschaft herausspringen, falls ihre Mitkonkurrenten von Eintracht Braunschweig beim Karlsruher SC und VfB Stuttgart bei den Würzburger Kickers patzen sollten.
Zwölf Tage vor Heiligabend war es am Montagabend ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg für die Mannschaft von Hannover 96, die sich vor allem mental einmal mehr als stabil erwies. Erst echt, nachdem sie bereits in der 12. Minute aus heiterem Himmel den 0:1-Rückstand durch den 11. Saisontreffer von Stuttgarts Torjäger Simon Terodde hinnehmen musste.
Doch spricht es für die 96er, dass sie nicht einmal mehr eine Viertelstunde später durch ihren Torjäger Martin Harnik mit seinem 8. Saisontreffer in der 26. Minute zurück kamen, der mit der Hüfte nach einer Rechtsflanke von Noah Joel Sarenren Bazee der 1:1-Ausgleich glückte. Dem 20-jährigen wieselflinken Nachwuchstalent aus Walle bei Celle war es auch zu verdanken, dass der Tabellendritte aus Hannover drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zu dem nicht mehr erwarten 2:1- Siegtreffer durch Felix Klaus kam, der wiederum von einer Vorlage von Noah Joel Sarenren Bazee profitierte.
Dem kuriosen Siegtor von Felix Klaus in der 87. Minute ging ein schwerwiegender Aussetzer von VfB-Keeper Mitchell Langerak voraus, der nach einer Abwehraktion gegen Hannovers Kenan Karaman im Strafraum Kontakt zu Schiedsrichter Felix Brych suchte. Dabei vergaß Stuttgarts Torhüter aber, dass das Spiel fortgesetzt wurde. Joel Sarenren Bazee passte den freien Ball auf Felix Klaus, der ungehindert zum 2:1-Sieg der 96er einschob.
Wie dem auch sei, Hannover 96 war es egal, nachdem sie in der 82. Minute noch großes Glück hatten, als der gerade zuvor eingewechselte Daniel Ginczek eine präzise Flanke von Alexandru Maxim völlig freistehend aus sechs Meter über das Tor gejagt hatte. Kurz vor dem Schlusspfiff sah Stuttgarts Timo Baumgartl nach einem absichtlichen Handspiel in der Nachspielzeit noch die rote Karte.
„Das ist für mich unerklärlich. Es ist für mich nicht nachzuvollziehen. Wenn wir aufsteigen wollen, dürfen wir solche Tore nicht bekommen“, sagte VfB-Kapitän Christian Gentner: „Wir waren in der ersten Hälfte zu passiv und haben das leichtfertig verschenkt. In so einem Spiel muss man die Konzentration bis zum Ende hochhalten.“ Demgegenüber meinte 96-Trainer Daniel Stendel: „Es war ein hochemotionales Spiel mit dem glücklichen und auch hochverdienten Ende für uns. Wir haben in der ersten Halbzeit viel Druck gemacht, viele Chancen heraus gespielt und sind nach dem Rückstand zurück gekommen. Wir haben viel investiert und am Ende wird belohnt, dass wir hier auf Sieg gespielt haben.“
Am Sonntag geht es für Hannover 96 bereits weiter. Im letzten Hinrundenspiel vor der bis zum 30. Januar dauernden Winterpause erwarten die „Roten“ am Sonntag ab 13.30 Uhr in der HDI-Arena den Tabellenachten SV Sandhausen. Eine Mannschaft der Namenlosen, die im bisherigen Saisonverlauf bereits für so manche positive Überraschung sorgte. Vor allem auf fremden Plätzen, wo die Mannschaft von Trainer Kenan Koczak zuletzt durch 3:1-Auswärtssiege beim 1. FC Nürnberg und dem Karlsruher SC sowie mit dem 2:1- Sieg beim VfB Stuttgart aufhorchen ließ.
Genau so wie am 25. Oktober, als die Sandhausener, bei der der frühere 96-Spieler Gerhard Kleppinger als Kotrainer tätig ist, sich in der 2. DFB-Pokalrunde beim SC Freiburg mit einem 7:6-Sieg nach Elfmeterschießen für die 3. Runde gegen den FC Schalke 04 qualifizieren konnten. „Ein sehr unbequemer und äußerst gefährlicher Gegner, den wir auf keinen Fall unterschätzen dürfen“, weiß auch 96-Trainer Daniel Stendel, der mit seiner Mannschaft alles daran setzen will, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden.
Live dabei gegen den SV Sandhausen ist auch Hartmut Wätjen aus Lehrte. Er hatte - wie weitere 12 Teilnehmer/innen auch - bei unserem Ergebnistipp-Gewinnspiel den 2:1-Sieg der Roten in Stuttgart richtig vorhergesagt und per Zufallsgenerator die beiden Sitzplatz-Tickets gewonnen.