Handballer der TS Großburgwedel brauchen jeden Punkt gegen den Abstieg

Da ist nicht viel Platz, um den Ball in Richtung Tor zu werfen, aber Carl-Philipp Seekamp versucht die Deckung von HF Springe zu überwinden. (Foto: st)

In den letzten vier Spielen sollen noch zwei Siege gelingen

BURGWEDEL (st). Die Abstiegsgefahr ist noch nicht gebannt, aber die Turnerschaft Großburgwedel hat in den vergangenen Wochen alles getan, um sich in der 3. Liga weiter einen Platz zu sichern. Noch stehen im April und Mai vier Spiele auf dem Spielplan und die Gegner sind allesamt namhafte Vertreter der Liga, dennoch ist Trainer Jürgen Bätjer zuversichtlich und die Mannschaft ist nach den jetzt absolvierten Partien voller Optimismus, den Klassenerhalt frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen.
Der augenblickliche 11. Tabellenplatz ist trügerisch. Mit den bisherigen 21:31-Punkten ist die TSG nur zwei Punkte vom Abstiegsplatz 14 entfernt. Das Restprogramm verspricht weiter Spannung, obwohl auch noch zwei direkte Konkurrenten auf die Bätjer-Schützlinge warten und hier kann der Ligaverbleib endgültig gesichert werden. Die TSG hat den Keimling gesät, jetzt sollen die Früchte geerntet werden.
In der Anfangsphase der Saison lief fast nichts zusammen. Nach dem 10. Spieltag standen Chris Meiser und seine Mitspieler auf dem letzten Tabellenplatz und hatten gerade mal drei Punkte gesammelt.
Auch zum Abschluss der Hinserie schien die Mannschaft mit 9:21-Punkten und dem vorletzten Platz noch dem Abstieg entgegen zu taumeln. Aber ab Platz 10 waren die gefährdeten Teams dicht beieinander und so hatte die TSG noch alle Chancen, um mit einer guten Rückrunde noch weit nach vorn zu kommen.
Der Start ins neue Jahr war auch vielversprechend, denn eine starke kämpferische Leistung sorgte für ein 32:32-Unentscheiden gegen den Topfavoriten HF Springe. Mit dem anschließenden 32:29-Auswärtssieg beim SV Beckdorf wurden die Abstiegsplätze verlassen und Trainer Bätjer konnte zunächst wieder in Ruhe arbeiten und sein Team auf die nächsten Aufgaben vorbereiten.
Zwei Niederlagen gegen den TSV Altenholz und bei der HSG Varel-Friesland sorgten aber für Abstiegsgefahr pur und erst das 30:30-Remis beim Stralsunder HV sorgte dann für einen echten Durchbruch.
Lutz Heiny und Co zeigten neuen Mut und endlich das, was sie zu leisten im Stande sind. Die folgenden Begegnungen gegen den Oranienburger HC (32:27), bei den Füchsen Berlin II (37:28) und gegen den SV Mecklenburg-Schwerin (28:24) wurden teilweise mit beeindruckenden Leistungen absolviert.
Die weiteren Partien im März beim OHV Aurich (30:29), gegen den VfL Potsdam (20:21) und beim VfL Fredenbeck (33:35) sorgten dann für die nächsten Punktgewinne, aber auch für knappe Niederlagen, bevor jetzt eine Osterpause die Punktrunde unterbrach. Die Turnerschaft sprang durch die Jagd nach Punkten auf den 11. Platz, die Zuversicht ist zurück und der Klassenerhalt in Sichtweite.
Aber auch die anderen mitgefährdeten Mannschaften punkteten fleißig und außer dem THW Kiel II und der SG Achim/Baden, die schon mit ein wenig Abstand auf den letzten beiden Plätze liegen, scheinen alle Teams ab dem 8. Platz noch gefährdet zu sein, in die Oberligen abzusteigen.
Die nächsten Wochen werden die Entscheidung bringen. Die TSG wird am Sonnabend, 18. April, ab 19.00 Uhr mit einem Heimspiel gegen die SG Flensburg/Handewitt in die finale Phase der Saison einsteigen. Die weiteren Begegnungen bei der SG Achim/Baden, gegen den THW Kiel II und beim Titelanwärter Wilhelmshavener HV sorgen für den Abschluss der Spielzeit am 9. Mai. Zumindest zwei Partien wollen die Spieler um Coach Bätjer noch für sich entscheiden und vielleicht einen einstelligen Tabellenplatz schaffen.
„Ich blicke positiv nach vorn“, meinte Bätjer nach dem Spiel beim VfL Fredenbeck. „Wir haben jetzt noch vier Spiele, davon müssen wir zwei gewinnen, das ist durchaus möglich. Wenn es optimal läuft, holen wir sogar sechs Punkte. Die heute gezeigte Leistung stimmt mich optimistisch, wir haben es noch selbst in der Hand.“
Die Voraussetzungen dafür sind gut, denn Keeper Markus Hammerschmidt und seine Vorderleute haben Selbstvertrauen und können jeden Gegner in der Liga bezwingen. Die TSG wird den schwachen Saisonstart hinter sich lassen, den Klassenerhalt endgültig sicherstellen und sich in der nächsten Saison gestärkt im oberen Tabellendrittel festsetzen.