Handball-RECKEN auf einem guten Weg

Linkshänder Runar Karason und sein Team, die TSV Hannover-Burgdorf, bereiten sich intensiv auf die weiteren Saisonspiele ab Mitte Februar vor. (Foto: st)

Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte verläuft nach Plan

BURGDORF (st). Während die Weltmeisterschaft der Handballer in Frankreich in die entscheidende Phase geht, ruht der Punktspielbetrieb in der DKB Handball-Bundesliga. Die TSV Hannover-Burgdorf macht allerdings keine Pause.
Seit dem 9. Januar bereitet sich die Mannschaft um Trainer Jens Bürkle intensiv auf die zweite Saisonhälfte vor und will nichts dem Zufall überlassen. Die Recken hoffen, den bisher erreichten 5. Tabellenplatz halten zu können und damit möglicherweise die Qualifikation für den Europapokal zu schaffen.
In zahlreichen Trainingseinheiten ist die Mannschaft um Lars Lehnhoff, der gerade seinen Vertrag bei der TSV bis Mitte 2019 verlängert hat, seit gut zwei Wochen wieder aktiv und will an Themen arbeiten, die zuletzt vernachlässigt wurden.
Im Dezember konnte kaum ein echtes Training durchgeführt werden. Aufgrund der vielen Spiele und wichtigen Aufgaben stand meist Regeneration und Videostudium auf dem Programm. „Wir wollen viele individuelle Inhalte im Training durchspielen, aber wir werden auch einen Schwerpunkt im Bereich Athletik setzen“, sagt Bürkle.
Allerdings fehlen Bürkle durch die Weltmeisterschaft einige Profis. Das geht zwar anderen Teams auch so, aber die Trainingsarbeit wird dadurch schon gestört. Einige taktische Möglichkeiten können erst nach der Rückkehr der WM-Fahrer nachgeholt werden.
Neben Kai Häfner, der in Frankreich für Deutschland spielt, sind auch Morten Olsen und Casper Mortensen (Dänemark), Runar Karason (Island) und Joakim Hykkerud (Norwegen) bei der WM am Ball. Karason wird nach dem Ausscheiden von Island im Achtelfinale in Kürze wieder zum Team stoßen.
Wichtig für Bürkle ist auch die Rückkehr einiger Spieler, die im Dezember verletzt waren. Die angeschlagenen Akteure stehen wieder im Mannschaftstraining. Nur der beim Testspiel vom Nationalteam Estlands verletzte Mait Patrail und Csaba Szücs fehlen noch. Szücs wird vermutlich erst in einigen Wochen wieder aktiv trainieren können.
Die verbliebenen 16 Partien in der laufenden Saison 2016/2017 sollen für alle mit einer guten körperlichen Konstitution beginnen. Dafür will der Recken-Coach alles versuchen und in verschiedenen Bereichen arbeiten.
Der Start in die weiteren Saisonspiele ist hammerhart, denn auswärts bei HC Erlangen, in Hannover gegen die Rhein-Neckar Löwen und dann in Flensburg gegen die SG wartet ein äußerst schweres Programm. „Wir müssen sehr gut vorbereitet sein, wenn wir in diesen Spielen punkten wollen“, sagt Bürkle zu den ersten Spielen im Februar.
Am 15.Januar unterzog sich die TSV in einem Spiel beim Drittligisten SV Beckdorf schon einem kleinen Leistungstest, der sicher gewonnen wurde. Ein weiterer Test soll noch folgen. Der Februar könnte zu einem vielleicht wichtigen Monat in der Saison 2016/2017 für die Recken werden. Ist die Mannschaft gut vorbereitet, haben die WM-Teilnehmer keinerlei Verletzungen aus Frankreich mitgebracht und ist auch ein wenig Glück dabei, dann kann die TSV jeden Gegner der Liga bezwingen.
Auch die Spitzenteams aus Mannheim und Flensburg schauen mittlerweile mit Respekt in Richtung Hannover und gehen die Partien gegen das Team aus Niedersachsen mit Volldampf an. Außer dem HC Erlangen haben die drei Auftaktgegner aber mit den Aufgaben in der Champions-League noch weitere Bewährungsproben und da könnte eine Spitzenmannschaft schon schwächeln.
Erwischt die TSV in den Begegnungen einen geschwächten Gegner, dann könnte sie zuschlagen und sich mit wichtigen Bonuspunkten eine tolle Ausgangsposition für die restlichen Partien der Liga verschaffen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.