Großvaters Schulzeit wurde wieder lebendig

Herbert Günther im Kreis seiner Zuhörer. Foto:Petra Zink (Stadtbücherei) (Foto: Petra Zink)

Realschule organisierte Autorenlesung mit Herbert Günther

BURGDORF (r/jk). Die Realschule Burgdorf organisiert jedes Jahr Autorenlesungen in Burgdorfer Schulen. In diesem Jahr las für die Schülerinnen und Schüler der Kinder- und Jugendbuchautor Herbert Günther im Rahmen der Ausstellung „Schule damals und heute“ im Stadtmuseum vor. Finanzielle Unterstützung kam vom Friedrich-Bödecker-Kreis und den Sponsoren des Stadtmuseums.
Günthers Schulgeschichten aus den Jahren 1923 und 1957, in denen alle Altersstufen gemeinsam in einem Raum von nur einem Lehrer unterrichtet wurden, die Kohle zum Heizen des Klassenzimmers von Zuhause mitgebracht wurde und ungehorsame Schüler vor den Augen der Klasse mit dem Rohrstock geschlagen wurden, faszinierten Schüler wie Eltern gleichermaßen.
Der Autor las auch aus dem Buch „Luftveränderung“, in dem er seine eigene Schulzeit beschreibt, vor. Thema des Buchs ist der Wechsel von der Dorfschule zur Oberschule in der Stadt und die Schwierigkeiten, die seine Hauptfigur Robert dabei zu bewältigen hat.
Durch seinen lebhaften Vortrag gelang es Herbert Günther hervorragend, seinen Zuhörern einen Einblick zu geben, wie Schule damals war. So wurden Großvaters Zeiten auf interessante Weise wieder lebendig.