Gesundes für die Astrid-Lindgren-Grundschule

Die Klasse 3B der Astrid-Lindgren-Grundschule war begeistert von den Obst- und Gemüsekisten, links Schulleiterin Marina Woywodt und rechts, Dr. Silke Lesemann.

Ost- und Gemüsekisten für 180 Schülerinnen und Schüler

SEHNDE (dno). Der Obst- und Gemüsedienst, zwei Kinder je Klasse, an der Astrid-Lindgren-Grundschule in Sehnde hatte am vergangenen Montagmorgen eine ganze Menge zu tun. 27 Kisten, drei Kisten pro Klasse, mussten in die jeweiligen Räume transportiert werden. Hier war die Neugier riesengroß. Möhren, Radieschen, Tomaten, Gurken und Äpfel wurden zum Start der Aktion vom NöhrenHof in Lehrte geliefert. Das Obst und Gemüse kommt direkt aus der Region, ist gewaschen, kann sofort verzehrt werden und reicht für etwa eine Woche – dann stehen die nächsten Kisten vor der (Schul-) Tür.
Die kostenfreie Belieferung der Astrid-Lindgren-Grundschule ist Teil des „EU-Schulprogramms“. Dafür wurden rund 3,37 Millionen Euro an EU-Mitteln bereit gestellt, die noch um 1,5 Millionen Euro vom Land aufgestockt wurden. Eine „großartige Aktion“ befand auch Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann, die sich vor Ort informierte.
„Eine frühzeitige, bewusste Ernährungsbildung ist wichtig“, so Lesemann. Während sich in ihrem Wahlkreis beispielsweise in Laatzen viele Schulen beworben hatten, zeigte in Sehnde bislang nur die Astrid-Lindgren-Grundschule Interesse an dem Projekt.
„Das kann sich noch ändern, wenn erkannt wird, wie gut und sinnvoll diese Aktion ist“, so Lesemann zuversichtlich. Viele Schulen hatten die Befürchtung, dass es einen großen Mehraufwand für die Pädagogen nach sich zieht. Das sieht Schulleiterin Marina Woywodt anders:“Der Aufwand hält sich in Grenzen. Die Schüler/innen organisieren viel selbst. Das Projekt ist erst angelaufen, wir werden sehen, wie das in Zukunft ist.“
Bislang zeigen sich die Schüler/innen begeistert. „Das passt gut zu unserem Schulkonzept. Wir haben auch ein gesundes Frühstück in der Schule oder den bewegten Tag. Die Kinder animieren sich untereinander mal etwas Neues zu probieren“, so Woywodt.