Gesund, günstig und gemeinsam

Harald Gerke, Gunda Obst, Sabine Preuschoff-Kleinschmit und Friedhelm Neumann vor den noch verpackten Küchengeräte der neuen Lernküche. (Foto: Georg Bosse)
Burgdorf: Jugendwerkstatt |

Diakonieverband Hannover-Land stellt das geplante Koch-Projekt „Triple G“ der Zukunftswerkstatt und viele weitere Aktionen vor

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Bei einem Pressegespräch wurde am vergangenen Dienstag in der Burgdorfer Jugendwerkstatt „Drei Eichen“ der Jahres- und Geschäftsbericht des Diakonieverbandes Hannover-Land mit dem Titel „Glaube, Hoffnung, Nächstenliebe“ vorgestellt. Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit, Diakonie-Pastor Harald Gerke, Jugendwerkstatt-Leiterin Gunda Obst und Friedhelm Neumann von der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung informierten über die die verschiedenen Einrichtungen sowie über die zahlreichen Aktionen und Projekte unter dem gemeinsamen Diakonie-Dach, zu dem auch der Kirchenkreis Burgdorf gehört.
Gunda Obst berichtete von dem Zukunftsprojekt „Triple G“: Gesundes Kochen, günstige Zutaten, gemeinsame Mahlzeiten. „Mit der Idee, kochen zu lernen und Tischkultur zu erleben, sind wir schon seit zwei Jahren auf dem Weg. Bei der Aufstellung der Küchengeräte in der Jugendwerkstatt müssen wir allerdings die Auflagen der Arbeitsstättenverordnung berücksichtigen und erfüllen, damit spätestens im Frühjahr 2018 die ersten Töpfe auf dem Herd dampfen können“, erklärte Obst. Die Kosten für die Lernküche belaufen sich auf insgesamt etwa 60.000 Euro. Bei der Anschaffung der Küchengeräte kam dem kirchlichen Dienst am Menschen das Unternehmen MIELE (Lehrte) großzügig entgegen. Ferner erhielt das Projekt bislang finanzielle Unterstützung von der Fernsehlotterie, vom Rotary Club Lehrte-Burgdorfer Land sowie von weiteren (privaten) Förderern. „Aber wir benötigen immer noch gut 20.000 Euro“, so die Jugendwerkstatt-Leiterin.
Integration ins Berufsleben, die Reintegration ins Bildungssystem sowie die Jugendhilfe und Sozialarbeit, die in den vergangenen rund sieben Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen haben, sind die Schwerpunktbereiche der Arbeit in der Jugendwerkstatt. „Verschuldung, prekäre Wohnverhältnisse und psychische Beeinträchtigungen sind große Vermittlungshemmnisse. Hier decken sich unsere Erfahrungen mit allgemeinen Beobachtungen. Bis zu 23 Plätzen bietet die Jugendwerkstatt jungen Betroffenen, die von uns Unterstützung brauchen“, sagte Gunda Obst.
Seit dem Herbst 2016 gibt es unter den Dach der Diakonie eine Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung in Burgdorf. Damit besteht in allen Kirchenkreisen des Verbandes dieses Beratungsangebot. „Abbrüche sind in Deutschland nur dann straffrei, wenn eine Schwangerschaftskonfliktberatung bei einer staatlich anerkannten Beratungsstelle erfolgt ist und mit einer Bescheinigung bestätigt wurde. Wir in der Schillerslager Straße 9 sind eine anerkannte Beratungsstelle“, erläuterte Friedhelm Neumann. Selbstverständlich finden die Gespräche unter Berücksichtigung der Schweigepflicht statt.