Gesellen müssen „dabei bleiben, um dabei zu bleiben“

Der stellvertretende Innungsobermeister Dietrich Marhenke (Celle; unten, 2. v.re.), Innung-Vorstandsmitglied Klaus Boldt (Celle; oben, re.) und Lehrlingswart Markus Roll (Nienhagen; oben, 5.v.re.) vor dem Burgdorfer VAZ mit den frischgebackenen Kraftfahrzeugmechatronikern/in aus dem „Altkreis“ Burgdorf. (Foto: Georg Bosse)
 
Nun hat es Heike Ermisch aus Hannover/List schriftlich in den Händen. Sie hat als einzige weibliche Auszubildende des abgeschlossenen Jahrgangs ihr Kraftfahrzeugmechatroniker-Handwerk „Nutzfahrzeuge“ bei der RegioBus Hannover GmbH in Burgdorf erlernt. (Foto: Georg Bosse)

Kraftfahrzeug-Handwerk als Stabilitätsanker in Krisenzeiten

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Insgesamt 52 junge Leute, die ihren Ausbildungsberuf „Kraftfahrzeugmechatroniker/in“ nach erfolgter erfolgreicher Gesellenprüfung abgeschlossen haben, sind im Burgdorfer VAZ von der Innung des Kraftfahrzeugtechniker-Handwerks Celle/Burgdorf freigesprochen worden. Unter ihnen 23 ehemalige Lehrlinge, die sich ihre fundierten Fachkenntnisse und Fähigkeiten in Betrieben im „Altkreis“ Burgdorf erworben haben. Besonders gute Prüfungsleistungen wurden Lars Kambach (E.A. Laas Tankstellen; Sehnde), Maximilian von Kaweczynski (Volkswagen Automobile; Burgwedel) und Martin Künnemann (Autohaus Uetze GmbH; Uetze) attestiert und ausgezeichnet.
Zu Beginn der Freisprechungsfeier begrüßte der stellvertretende Innungsobermeister Dietrich Marhenke (Celle) den Ehren-Innungsobermeister Jürgen Groteguth (Burgdorf), bevor Lehrlingswart Markus Roll (Nienhagen) zu seiner Ansprache ansetzte. „Sie haben eine lange theoretische und praktische Ausbildung durchlaufen sowie alle Prüfungen erfolgreich abgelegt. Damit haben sie, im wahrsten Sinne des Wortes, ihr Handwerkszeug für ein aussichtsreiches Berufsleben mit hervorragenden Perspektiven erlernt. Dass das Handwerk „goldenen Boden hat“, ist keine abgedroschene Phrase. Gerade in der von den Finanzmärkten 2009 ausgelösten schweren Krise, hat sich das Handwerk als Stabilitätsanker erwiesen“, betonte Markus Roll. Seinen Hinweis, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern das nun vorhandene Wissen zu vermehren und sich ständig fortzubilden, nahm Burgdorfs BBS-Schulleiter Gerd Klaus gerne auf: „Beschäftigen sie sich mit dem Innovationsgeist, der in der hybriden Automobilzukunft Ökologie und intelligente Fahrzeugtechnik miteinander verbinden wird. Und um die Kunden fachgerecht beraten zu können, braucht es auch eine solide sprachliche Kompetenz.“ Sein Celler Kollege Bernhard Frettlöh brachte es mit der Aussage „Dabei bleiben, um dabei zu bleiben“ auf den Punkt.
Jährlich drei Millionen Neuzulassungen und die ab 2017 höchstwahrscheinlich zur Verfügung stehende serienreife Brennstoffzellen-Technik versprechen den frischgebackenen Kraftfahrzeugmechatronikern/innen, neben den Möglichkeiten zur Meisterausbildung, Hochschulbesuchen und Selbständigkeit, prima Berufsaussichten. „Es lebe das ehrbare Handwerk in Frieden und Freiheit“, beendete Dietrich Marhenke den offiziellen Teil der Freisprechungsfeier.
Die weiteren „Burgdorfer“ Junggesellen der Innung des Kraftfahrzeugtechniker-Handwerks Celle/Burgdorf sind (in Klammern der Ausbildungsbetrieb): Jörn Bostelmann (Peter Meineke GmbH & Co. KG; Bad Fallingbostel), Dennis Wille (Georg Ebeling; Wedemark), Christian Kunisch (Andreas Köhler; Isernhagen), Christian Kronenberg (Dirk Burchard; Burgwedel), Stefan Melms, Eric Ostwald und Nils Stobinski (alle: Volkswagen Automobile; Burgwedel), Dominik Busch (Holzbrecher-Automobile; Sehnde), Marco Rosema (Grund Omnibusbetrieb; Lehrte), Eduard Holzer (A.T.U. Auto-Teile-Unger; Lehrte), Thilo Dörwald und Alexander Frank (Auto-Zierk; Lehrte), Dennis Bellin, Steffen Bergmann und Sven Michael Wilhelm (alle: Volkswagen Automobile; Lehrte/Aligse), Timo Brockmann (Autohaus Uetze GmbH; Uetze), Derman Capan und Adar Deniz (beide: B&K GmbH & Co. KG; Burgdorf), Matthias Wittek (Martin Bartz; Burgdorf/Ehlershausen) sowie Heike Ermisch (RegioBus Hannover GmbH; Burgdorf).