Geschichten und Akrobatik

Verdienten Beifall gab es für die jungen „Kritzpritzknuckelmuckeldü“-Artistinnen für ihre Akrobatik am und im Vertikaltuch. (Foto: Georg Bosse)
Burgdorf: VAZ StadtHaus |

SoVD stimmt sich bei Jahresabschlussversammlung auf die Adventszeit ein

BURGDORF (gb). Am Tag vor dem 1. Advent hatte der Sozialverband Deutschland (SoVD), Ortsverband Burgdorf, zur Jahresabschlussfeier ins StadtHaus eingeladen. Etwa 140 Mitglieder sowie Gäste aus Politik und den lokalen Wohlfahrtsverbänden Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Arbeiterwohlfahrt (AWO) waren der Einladung gefolgt, um sich gemeinsam auf die besinnliche Vorweihnachtszeit einzustimmen.
SoVD-Vorsitzende Astrid Müller beendete ihre Begrüßung, bei der sie allgemein einen „besseren Umgang“ mit Asylanten und Flüchtlingen angemahnt hatte, mit einem Gedicht: „Ein Weihnachtsbaum im Raume steht, wir erinnern uns, wie die Zeit vergeht. Nutzen die Adventszeit aus, für Geschenke und leckeren Schmaus. Doch das Wichtigste bei alledem, dass wir alle fest zusammenstehen.“
In einer nicht friedlichen und nicht harmonischen Welt seien Heimat und Geborgenheit gut zu gebrauchen, begann Bürgermeister Alfred Baxmann sein Grußwort. „Für Menschen, die bei uns nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, hat der SoVD als Interessenvertretung gegenüber der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik große Bedeutung. Sein Ansehen bezieht der SoVD darüber hinaus aus dem (Renten-)Beratungsdienst im Dschungel der Bürokratie und gerade vor Ort bei der Schaffung von persönlichen Kontakten zum gemeinsamen Gedankenaustausch und Geselligkeit“, so Baxmann. Zur aktuellen politischen Lage in Berlin sagte das SoVD-Mitglied, dass ihm eine (neue/alte) „Große Koalition“ (GroKo) aus CDU/CSU und SPD allemal lieber sei, als das „Gewürge“ der letzten Wochen.
St. Pankratius-Pastor Michael Schulze hatte eine (vielleicht) völlig andere Weihnachtsgeschichte mitgebracht: Die kinderreiche Familie Herdmann ist für ihre Nachbarschaft das Grauen pur. Sie prügeln, stehlen, erzählen schmutzige Witze und sind im Ort allseits gefürchtet und geächtet. Als das Krippenspiel aufgeführt werden soll, werden alle Rollen mit den Herdmann-Kindern besetzt. Während der Aufführung geschehen zahlreiche ungewöhnliche Dinge, die damit enden, dass das schrecklichste Herdmann-Mädchen beim Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ hemmungslos zu heulen beginnt. „Für die Besucher war das ein großes Weihnachtswunder und ein Beispiel dafür, dass Weihnachten auch das Fest der Außenseiter ist“, erklärte Michael Schulze.
Musiker Daniel Fernholz (Ehlershausen) hatte in seiner Liederschmiede gestöbert und einige klassische Weihnachtsmelodien im Gepäck. Begleitet wurde er vom Gitarristen Marc Hothan. Darüber hinaus wurden die SoVD-Mitglieder von den kleinen „Tanztigern & -mäusen“ der TSV-Turnabteilung sowie von den jugendlichen Artisten/innen des JohnnyB.-Zirkus` „Kritzpritzknuckelmuckeldü“ unterhalten.