Gerald Hinz tritt in die Fußstapfen von Adolf W. Pilgrim

Sitz(ungs)pause an der Aue und den Blick immer noch oben gerichtet: SPD-Parteichef Ahmet Kuyucu, Ratsvorsitzender Olaf Weinel, Fraktionsgeschäftsführer Michael Rheinhardt und die stellvertretende Bürgermeisterin Christa Weilert-Penk, „Elder Statesman“ Adolf W. Pilgrim und sein Nachfolger als SPD-Fraktionsvorsitzender Gerald Hinz sowie Christiane Gersemann (v.l.). (Foto: Georg Bosse)

Scheidender SPD-Fraktionsvorsitzender legte Erfolgsbilanz vor

BURGDORF (gb). Nach der ersten Halbzeit der laufenden Wahlperiode hat bei den Burgdorfer Sozialdemokraten eine einschneidende Personaländerung stattgefunden. Nachdem Ratsfraktionsführer Adolf W. Pilgrim nach siebzehneinhalb Jahren sein Amt zur Verfügung gestellt hatte und sich auch nicht mehr der kommenden Kommunalwahl 2016 stellen möchte, musste der SPD-Fraktionsvorstand neu aufgestellt werden. Beschlossene Sache ist bereits, dass Gerald Hinz als SPD-Fraktionsvorsitzender in die Fußstapfen des scheidenden „erfahrenen Fahrensmanns“ treten wird. Als Stellvertreter werden ihm Christiane Gersemann, Parteichef Ahmet Kuyucu und erstmals Birgit Meinig, Ortsbürgermeisterin von Ramlingen/Ehlershausen, zur Seite stehen.
Dass die besagten „Fußstapfen“ wirklich recht groß sind, ließ ein Rückblick auf die Leistungsbilanz der Burgdorfer Sozialdemokratie erahnen, die von Adolf W. Pilgrim in über 17 Jahren maßgeblich und richtungsweisend mitbestimmt worden ist. „Dank seines Geschicks im Umgang mit wechselnden Koalitionspartnern im Rat der Stadt war diese Richtung immer zukunftsorientiert“, zollte Gerald Hinz dem „Elder Statesman“ die gebührende Anerkennung.
In der kommunalpolitischen Bilanz (1996 bis 2014) der Burgdorfer SPD werden unter anderem die Schaffung des Gewerbegebiets „Nordwest“ nach Fertigstellung der Nordumgehung (B188 neu), die Errichtung neuer Wohngebiete in der Kernstadt und in den Ortsteilen sowie die Innenstadtumgestaltung zur Verkehrsberuhigung und mehr Aufenthaltsqualität als Erfolge verbucht. Darüber hinaus sei die Gründung der Stadtwerke Burgdorf GmbH und anschließend der Wirtschaftsbetriebe Burgdorf GmbH eine Erfolgsgeschichte, die der Stadt zusätzliche Einnahmen in Höhe von rund 15 Millionen Euro gebracht habe, so Pilgrim. Das Angebot an Kindergarten-, Krippen- und Hortplätze wurde über die Jahre hinweg ausgeweitet und übersteigt die gesetzlich geforderte Mindestzahl. Dass bei allen Sparbemühungen auf die Streichung von Zuschüssen an Vereine und Einrichtungen im kulturellen, sozialen und sportlichen Bereich verzichtet wurde, fand bei der Rückschau ebenfalls besondere Erwähnung.