„Generalprobe“ der Truppmann 1-Ausbildung

Generalprobe vor der Truppmann1-Prüfung.

Stadtfeuerwehr Burgwedel übte für die anstehende Prüfung

BURGWEDEL (dno). Seit 19 Jahren unterstützt Holger Siemer die Feuerwehr, bislang „passiv“. Doch das ändert sich nun, denn der 52-Jährige hat sich entschieden, als aktiver Feuerwehrmann seinen Dienst zu verrichten. „Ich war schon immer ein Teil der Wehr, wollte aber nun auch aktiv mitgestalten. Beim Tag der Offenen Tür konnte ich mich noch einmal umgehend informieren. Die Kameradschaft hier ist einfach beeindruckend und überzeugte mich“, so Siemer. Als Obmann ist er nicht nur der Älteste in der Gruppe, sondern auch Lehrgangssprecher und für Organisation sowie Hilfestellungen im Trupp mitverantwortlich.
Am vergangenen Samstag wurde auf dem Schulgelände Großburgwedel abschließend für die Prüfung am kommenden Wochenende trainiert. 15 Auszubildende im Alter von 16 bis 52 Jahren hatten über knapp 7 Wochen in 72 Stunden in einem Lehrgang auf diese Prüfung hingearbeitet.
„Die Truppmann 1-Ausbildung ist ein Einstiegslehrgang“, erklärt Stadtpressesprecher der Feuerwehr Burgwedel, Nils Wöhler. Bei der Mischung aus theoretischen Grundlagen und praktischen Übungen stehen technische Hilfeleistung sowie Brandbekämpfung im Vordergrund. „Es ist eine sehr anstrengende Ausbildung und zeitintensiv. Mindestens zwei Mal in der Woche muss geübt werden, auch am Wochenende. Da hat man wenig Zeit für Familie oder Freunde“, lobt Wöhler.
Aber die Anstrengung lohnt sich, denn am Ende steht eine Urkunde und eine bestandene Prüfung zum Feuerwehrmann. Oder zur Feuerwehrfrau, denn auch dieses Mal waren wieder zwei Frauen unter den Azubis. „Der Frauenanteil nimmt zu. Das ist auch gut so, denn jeder im Trupp hat seine Fähigkeiten und Stärken“, berichtet Wöhler, „Gerade bei Verkehrseinsätzen, bei denen Kinder mit betroffen sind, haben Frauen meist ein besseres Händchen.“ Und so wurde beispielsweise das korrekte Absichern einer Einsatzstelle geübt, das sichere Aufstellen sowie Besteigen einer Leiter oder auch der Umgang mit einem Unterflurhydranten. „Nur in Großburgwedel gibt es davon 450 Stück, die jährlich geprüft werden müssen“, erklärt Wöhler.
„Die Azubis meistern alles schon recht gut“, so Wöhler. „Nur in Ausnahmefällen fallen die Azubis durch, das kommt aber nur sehr selten vor.“ Auf die Truppmann 1-Ausbildung folgt dann der zweite, aufbauende Teil, der noch intensiver ist und über zwei Jahre geht.