Gemeinsam gegen Angstmacher und Populisten zusammenstehen

Vor dem Ehrenmal im Burgdorfer Stadtpark und flankiert vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehren Burgdorf/Hänigsen, von Abordnungen der Burgdorfer Schützengesellschaft, der Reservistenkameradschaft Burgdorf sowie der Freiwilligen Ortswehr hielt Simone Heller (Mi.) die Gedenkansprache anlässlich des vergangenen Volkstrauertages. (Foto: Georg Bosse)

Hoffnung auf Versöhnung und Frieden zwischen den Menschen und Völkern

BURGDORF (gb). Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein „stiller“ Gedenktag, an dem seit 1952 an die Kriegstoten und Gewaltopfer aller Nationen gedacht wird. „Lassen sie uns heute nicht nur mit einem Zeichen der Trauer auseinandergehen, sondern auch mit einem Zeichen der Hoffnung – auf Versöhnung und Frieden zwischen den Menschen und Völkern.“ Mit diesen aufmunternden Worten schloss Burgdorfs stellvertretende Bürgermeisterin Simone Heller ihre erinnernde und mahnende Ansprache am Ehrenmal im Stadtpark anlässlich des jüngsten Volkstrauertages.
Simone Heller ist als Krankenschwester beruflich mit Schmerz, Sterben und Trauer konfrontiert. Hier zog sie eine Parallele zur derzeitigen Bundesverteidigungsministerin aus Burgdorf/Beinhorn, Dr. Ursula von der Leyen, die als Ärztin solche Erfahrungen ebenfalls gemacht habe. Nachdem Simone Heller der gefallenen Soldaten beider Weltkriege im zurückliegenden Jahrhundert sowie der Menschen, die anschließend in Gefangenschaft oder als Flüchtlinge und Vertriebene ihr Leben verloren haben, gedacht hatte, schlug sie einen Bogen in die Gegenwart.
Ihre Rede sparte nicht das Gedenken und die Trauer um die Menschen aus, die in Deutschland durch Hass und rassistische Gewalt getötet und verletzt wurden. Auch nicht die ermordeten Opfer der NSU-Gruppe. Ebenfalls nicht das Leid der Opfer rechter und linker Gewalttaten sowie der Menschen, die bei Brandanschlägen gegen Flüchtlingsunterkünfte verletzt oder getötet wurden. „Aus Chauvinismus und Nationalismus resultieren bis heute Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Angst vor dem Fremden wird durch Hetze und Lügen geschürt und verbreitet“, so Heller.
Ob „President elect“ Donald Trump (USA), Marine Le Pen (Frankreich), Ministerpräsident Viktor Orban (Ungarn), Geert Wilders (Niederlande) oder die rechtspopulistische AfD in Deutschland – menschenverachtendes Gedankengut darf in unseren Gesellschaften keinen Platz haben. „Lassen sie uns gemeinsam gegen alle Angstmacher, Nationalisten und Populisten zusammenstehen“, appellierte Simone Heller an die Anwesenden.