Gedenktag an den Heiligen Martin von Tours

Nach dem Lichtermarsch vom „Schwarzen Herzog“ durch den dunklen Stadtpark standen auf dem Spittaplatz der Heilige Martin und sein Pferd „Goldie“ bei den Kindern im Mittelpunkt. (Foto: Georg Bosse)

Martinsumzug durch den Burgdorfer Stadtpark zum Spittaplatz

BURGDORF (gb). Der Martinstag am 11. November (auch Martini oder Sankt Martin) ist weltweit der Gedenktag an den Heiligen Martin von Tours. Darüber hinaus bedeutet dieses Datum auch den Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit. Der Martinstag ist in Mitteleuropa von zahlreichen Bräuchen geprägt, darunter beispielsweise das klassische Essen der „Martinsgans“ oder der Martinsumzug.
Da Martins Leichnam in einer Lichterprozession mit einem Boot nach Tours überführt wurde, feiern vor allem die Kindergärten ein Laternenfest. Zum gebräuchlichen Burgdorfer Martinsumzug, zu dem wieder die Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden St. Pankratius und Paulus sowie die Römisch-katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus eingeladen hatten, traf sich eine vielköpfige Schar von Kindern und Eltern aus allen Stadt- und Ortsteilen erstmals am „Schwarzen Herzog“. Auf dem Weg durch den Stadtpark zum Spittaplatz wurde die Menschenschlange vom Fanfarencorps „Wikinger“ musikalisch begleitet. Und dabei funkelten nicht nur die Laternen der Kinder, sondern flackerten auch die Fackeln der sie flankierenden Mitglieder der Jugendfeuerwehr im Dunkel des frühen Sonntagabends. An der St.-Pankratiuskirche angekommen, wurden sie bereits von einem als römischer Soldat verkleideten jungen Reiter erwartet. Ganz ruhig und gelassen nahm daraufhin Schimmel „Goldie“ die zuneigenden, sanften Streicheleinheiten der Kinder entgegen.
Anschließend ging es zu einer gemeinsamen Andacht mit Pastor Michael Schulze in das Gotteshaus, wo dann die Kinderchöre unter der Leitung von Kantorin Tina Röber-Burzeya das St. Martin-Musical aufführten.