Gartengestaltung nach ökologischen Grundsätzen

Anna Croukamp aus Brasilien besuchte nicht nur ihre Burgdorfer Verwandtschaft, sondern auch die Eröffnungsfeier des „Nachbarschaftsgartens“. (Foto: Georg Bosse)

Projekt „Nachbarschaftsgarten“ lässt Blumen sprechen

BURGDORF (gb). Ob Arabisch, Deutsch oder Englisch, Kurdisch, Polnisch, Russisch, Türkisch oder Tschetschenisch – ein Babylonisches Sprachgewirr entsteht nicht, wenn die 42 Parzellenbesitzer auf der von der Stadt Burgdorf zur Verfügung gestellten, 2.000 Quadratmeter großen Bodenfläche hinter dem Nachbarschaftstreff am Ostlandring „stadtgärtnern“. Denn sie alle lassen Blumen sprechen. Der biblische Turmbau zu Babel ist in diesem Fall das Projekt „Nachbarschaftsgarten“ des ehrenamtlichen Arbeitskreises (AK) „Stadtgärtnern“ um Barbara Martens (Nachbarschaftstreff/NBT), Doris Zander (MüZe), Karin Lüders (Seniorenrat), Margarethe Bredemeier und Dr. Angelika Wirtz (NABU).
Gartenparzellenbesitzer aus dem Burgdorfer Stadtquartier „Südstadt/Ostlandring“ waren am vergangenen Montag zahlreich erschienen, um ihren Nachbarschaftsgarten offiziell zu eröffnen. „Wir sind von der großen Parzellennachfrage schon ein bisschen überrascht worden. Alle haben sich durch einen Nutzungsvertrag verpflichtet, nur Blumen, Gemüse und Obst zu pflanzen. Hochgewachsenes, wie Bäume und Sträucher, sind beispielsweise ebenso strikt verboten wie die Verwendung von Chemie. Das entspricht einer gärtnerischen Gestaltung nach ökologischen Grundsätzen“, erklärten Barbara Martens und Karen Lüders.
Diese Grundsätze sowie die Aussicht durch gemeinsames Gärtnern zu guten nachbarschaftlichen Beziehungen beitragen zu können, findet auch Anna Croukamp gut. Die Schwägerin von Angelika Wirtz war zu einem Familienbesuch aus Brasilien nach Burgdorf/Ehlershausen gekommen. Anna Croukamp hat in Hannover studiert und lebte 17 Jahre in Namibia. Danach ging es über die Isle of Man nach Brasilien, wo sie 1994 mit ihrem Mann Dennis unweit der mächtigen Iguazú-Wasserfälle den Vogelpark „Parque das Aves“ eröffnete.
Der ehrenamtliche AK „Stadtgärtnern“ kann zur Bewirtschaftung noch Gerätschaften gut gebrauchen und bittet deshalb um nicht mehr benötigte Gartengeräte. Diesbezügliche Kontakte über die NBT-Telefonnummer: (05136) 8 780 399.