Fusion des Pferdezuchtvereins Burgdorf wurde jetzt auch offiziell vollzogen

Mitglieder beschlossen Zusammenschluss mit dem Pferdezuchtverein Leinetal

BURGDORF (r). Der tradtionsreiche Pferdezuchtverein Burgdorf e.V. von 1910 hat auf der außerordentlichen Hauptversammlung im Gasthaus Köhne in Ramlingen die bereits im Frühjahr geplante Fusion mit dem Pferdezuchtverein Leinetal formell zum 1. Januar 2012 vollzogen. Dieser mit nunmehr annähernd 600 Mitgliedern starke Verein wird sich nach außen als Pferdezuchtverein Burgdorf/Leinetal e.V. darstellen. 1. Vorsitzender bleibt wie bisher Helmut Bäßmann aus Meitze. Leinetal stellt mit Fritz Fricke, Pattensen, einen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden und mit Susanne Borchers eine neue Beisitzerin. Ebenso wurde zur Förderung und Weiterbildung der Jugend Frau Ihssen vom ehemaligen PZV Leinetal als weitere Jugendsprecherin gewählt.
Die ersten gemeinsame Hürden beider Vereine wurden bereits erfolgreich genommen, so fanden erstmals im Juni 2011 sowohl die Fohlen- als auch die Stutenschau auf dem Turniergelände in Neuwarmbüchen statt. Weitere gemeinsame Aktivitäten sollen sich positiv für alle Züchter auswirken, die regionalen Veranstaltungen werden an Attraktivität gewinnen und die Züchter für die Zukunft motivieren. Jüngste großartige Erfolge der hiesigen Züchter wurden durch den 1. Vorsitzenden, Helmut Bäßmann, bekanntgegeben und u.a. durch Ehrungen honoriert.
So konnte der Weferlingser Züchter Alfred Brönnemann auf der Hengstkörung in Verden eine Startuette für den von ihm gezogenen Hengst „Graf Top“ von Graf Grannus-Calypso als nominierter „Hannoveraner Hengst des Jahres 2011“ in Empfang nehmen. Dieser Hengst steht im Landgestüt Celle und hat auf breiter Basis überdurchschnittlich viele erfolgreiche Sportpferde – national und international – geliefert.
Der Züchter Rainer Schulz aus Ramlingen, bekannt als Serienlieferant für international startende Springpferde, erhielt ein Bild seines gezüchteten Hengstes Satisfaction III, der in Verden als Hengst nach Russland verkauft wurde.
Große Freude herrschte bei Familie Tietze aus Uetze, die im Oktober auf der Hengstkörung in Verden einen Prämienhengst von Quaid-Escudo-Graf Grannus zu einem namhaften Zuschlagpreis stellte.
Der größte Coup gelang dem Fuhrberger Züchter Dietmar Eckardt, der auf der Oktoberauktion vom Hannoveraner Verband das jemals bis dahin teuerste Pferd stellt, den gekörten dreijährigen Prämienhengst „Lemony’s Nicket“ von Londonderry-Weltmeyer, der für 900.000 Euro von Amerikanern gekauft wurde, seine Zuchtstätte wird jedoch in Deutschland sein.
Der Zuchtleiter des Hannoveraner Verbandes, Dr. Werner Schade, begrüßte die vollzogene Fusion beider Vereine und wünschte vor allem im Hinblick auch auf teilweise schwierige wirtschaftliche Verhältnisse eine weiterhin positive Entwicklung.
Neue Märkte zu gewinnen, bestehende Märkte zu pflegen, sei in diesen Zeiten der weiteren Globalisierung auch Ziel des Hannoveraner Verbandes, erklärte Dr. Schade. Er gab Einblicke in die Aktivitäten, die vom Hannoveraner Verband angestrebt werden, um neue Märkte wie China, Marokko und die nordischen Länder zu gewinnen. Zurzeit werde in China auch Know how offeriert, um nicht nur Pferde zu verkaufen, sondern vor allem auch um den weiteren Werdegang der Pferde erfolgreich zu begleiten. „Der Verband ist in Bewegung, wir glauben an eine gute Zukunft, von einem guten Team mit viel Motivation werden Ziele positiv umgesetzt“, so Dr. Schade. Beispiel dafür ist u.a. bei der Auswahl zur Körung der Hengste Sportrichter wie Achaz von Buchwaldt oder Holger Schmezer dabei zu haben, um auch die sportliche Perspektive bei der Auswahl zu berücksichtigen.