Für verlässliche Planung frühzeitig wissen, „wohin die Reise geht“

Zu einem intensiven Informationsaustausch trafen sich Burgdorfs CDU-Ratsfraktionschef Mirco Zschoch, Ursula Wieker, CDU-Bundespolitiker Dr. Hendrik Hoppenstedt (Burgwedel) und Dagobert Strecker (v.l.) in den neuen Räumlichkeiten des Burgdorfer Mehr-Generationen-Hauses (BMGH) an der Marktstraße 19. (Foto: Georg Bosse)

Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) auf Sommertour im BMGH

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Im Rahmen seiner Sommertour schaute der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt auch in Burgdorf vorbei. Sein Interesse galt dabei der Flüchtlingsbetreuung durch das Burgdorfer Mehr-Generationen-Haus (BMGH), das erst kürzlich neue Räumlichkeiten an der Marktstraße bezogen hatte.
„In Berlin fehlt es uns manchmal an Erkenntnissen, wie unsere eigentlich ganz guten Gesetze in der Praxis funktionieren. Sicher ist, dass die Masse der Flüchtlinge die verwaltungstechnische Abarbeitung von Anträgen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beträchtlich erschwert“, erklärte der christdemokratische Politiker. Hendrik Hoppenstedt begrüßte die Vorgehensweise, (Einzel-)Personen nach einer achtjährigen sowie Familien mit Kindern nach einer sechsjährigen Duldung ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren.
„Personen mit oder ohne Bleibeperspektive – bei uns steht immer der Mensch im Mittelpunkt. Ihnen bieten wir unseren Sprachunterricht auch deshalb an, um sie hin und wieder aus ihrem häufig zermürbenden Alltagstrott herauszuholen“, betonte der BMGH-Vorsitzende Dagobert Strecker. In diesem Zusammenhang sagte Koordinatorin Ursula Wieker: „Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter wünschen sich mehr Anerkennung für die fleißigen Teilnehmer.“
Hendrik Hoppenstedt wird den gewichtigen Wunsch nach mehr verlässlicher Planungssicherheit mit nach Berlin nehmen. Dabei handelt es sich wieder mal um das „liebe Geld“. Dagobert Strecker dazu: „Wir haben in Burgdorf eine Menge aufgebaut. Bei der Zusammenarbeit und der Teilfinanzierung spielt die Stadt eine positive Rolle. Aber wir müssen bei der finanziellen MGH-Förderung durch den Bund frühzeitig wissen, wohin die Reise geht. Mit unserem neuen Handlungsschwerpunkt ab 2017, „Integration & Begleitung des demografischen Wandels“, befinden wir uns beim Bundesfamilienministerium derzeit im so genannten Interessenbekundungsverfahren. Der vorgeschriebene Zeitplan sieht dann die online-Antragstellung im September/Oktober und die abschließende Entscheidung im Dezember für den vierjährigen Planungs- und Finanzierungszeitraum ab kommenden Januar vor. Erfahrungsgemäß zieht sich das gesamte Verfahren jedoch viel länger hin.“
Hendrik Hoppenstedt versprach, mal bei Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) anzurufen und verabschiedete sich mit der Bitte an Ursula Wieker und Dagobert Strecker, allen an der Integrationsarbeit beteiligten BMGH-Ehrenamtlichen seine herzlichen Grüße auszurichten.