Für Hannover 96 zählt am Sonntag gegen FC Augsburg nur ein Sieg

Julius Lemke aus Altwarmbüchen gewinnt die beiden Sitzplatztickets

HANNOVER (kd). Diese Fakten versprechen nichts Gutes. Hannover 96 belegt nach der 0:1 (0:0)-Niederlage beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund vor 80.900 Zuschauern im Dortmunder-Signal-Iduna-Park weiterhin mit nur 14 Punkten den letzten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga. Nur noch 13 Spiele bleiben den 96ern, um ihr spärliches Punktekonto durch eine dringend benötige Siegesserie aufzubessern.
Das ist zwingend erforderlich, um den Abstieg in die 2. Bundesliga zu verhindern. Nach der vierten Niederlage in Folge unter Trainer Thomas Schaaf beträgt der Abstand des Tabellenletzten aus Hannover zu einem Relegationsplatz, den Werder Bremen einnimmt, bereits sechs Punkte. Bis zum rettenden 15. Platz, den gemeinsam Eintracht Frankfurt und der FC Augsburg einnehmen, trennt die Hannoveraner nunmehr sieben Punkte. Daher kommt dem kommenden Heimspiel am Sonntag, 21. Februar, um 17.30 Uhr zu Hause in der HDI-Arena besondere Bedeutung zu. Um sich überhaupt noch ein Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt auszurechnen, muss nicht nur dieses Spiel unbedingt gewonnen werden, sondern es müssen auch noch aus den danach folgenden drei Spielen beim VfB Stuttgart, zu Hause gegen den VfL Wolfsburg und danach bei Werder Bremen mindestens noch zwei weitere Siege folgen.
Da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, klammert sich der Tabellenletzte trotz der knappen 0:1-Niederlage in Dortmund durch das Tor von Henrikh Mkhitaryan aus der 57. Minute nach einer passablen Leistung an den letzten Strohhalm, der einen Heimsieg am Sonntag gegen den FC Augsburg verspricht. Für einen Erfolg ist aber ein ähnlich engagierter Auftritt wie in Dortmund erforderlich.
Gegen Dortmund mussten die 96er auf insgesamt acht Spieler aufgrund von Verletzungen und Krankheit verzichten, so dass Trainer Thomas Schaaf gezwungen war, zu improvisieren und mit einer fünffach neu besetzten Mannschaft mit Spielern wie Ceyhun Gülselam, Miiko Albornoz, Salif Sanè, Kenan Karaman und Artur Sobiech aufzulaufen.
Hannovers defensive Grundordnung hielt dank guter, taktischer Disziplin und eines hohen läuferischen Aufwandes, so dass der Borussia die Überraschungsmomente fehlten, um den Gegner in Verlegenheit zu bringen. Was auch mit dem Fehlen ihres Torjägers Pierre-Emerick Aubameyang zusammenhing, der aufgrund einer Wadenverletzung fehlte. Dass für die tapfer verteidigenden 96er nicht wenigstens ein Punktgewinn heraussprang, lag an der Harmlosigkeit ihrer Offensivabteilung, bei denen gegen Ende der 1. Halbzeit lediglich Andre Hoffmann in der 41. Minute mit einem Kopfball für Gefahr sorgte. Trotzdem war Thomas Schaaf mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „Jeder meiner Spieler war intensiv bereit, sich mit seiner Leistung und mit seinen Fähigkeiten einzubringen und für die Mannschaft da zu sein. Was ich mir natürlich wünsche, ist, dass bei so einer Leistung auch etwas über bleibt. Dazu gehört dann aber auch, dass wir den letzten Schritt machen, in den Aktionen, in denen wir am Ball sind und dem Gegner weh tun können. Dass wir auch ein bisschen selbstbewusster und selbstsicherer agieren, wenn es um das Spiel nach vorne geht. Da haben wir heute sicherlich auch ein paar Möglichkeiten gehabt. Wenn wir ein wenig entschlossener gewesen wären, hätten wir vielleicht mehr erreichen können. So bleibt es bei einer sehr, sehr guten Leistung meiner Mannschaft insgesamt, aber leider bei einem sehr schlechten Ergebnis für uns."
Um sich überhaupt noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen zu dürfen, muss Hannover 96 am Sonntag um 17.30 Uhr das Heimspiel gegen den FC Augsburg gewinnen, der ebenfalls in der Rückrunde noch ohne Sieg ist und den als Tabellenvierzehnten nur sieben Punkte vom Schlusslicht aus Hannover trennen. Ein Riesenvorteil für die 96er dürfte die Tatsache sein, dass die Augsburger nach dem schweren Punktspiel am vergangenen Sonntag gegen den FC Bayern München (1:3) am morgigen Donnerstagabend zu Hause noch in der Europa League in der Runde der letzten 32 Mannschaften auf den FC Liverpool treffen und bis zum Spiel bei den 96ern nur drei Tage Pause haben. „Das wichtigste Spiel ist das in Hannover", legte sich Augsburgs Trainer Markus Weinzierl zum Auftakt der englischen Wochen seiner Mannschaft mit sieben Spielen in 21 Tagen fest.
Von noch größerer Bedeutung ist für Thomas Schaaf der Überlebenskampf in der Bundesliga gegen die Augsburger. Nur gut, dass die berechtige Hoffnung besteht, dass die in Dortmund so schmerzlich vermissten Spieler Christian Schulz, Hugo Almeida und womöglich auch Spielgestalter Hiroski Kiyotake gegen den FC Augsburg am Sonntag wieder mitwirken können, während Adam Szalai, Charliston Benschop, Leon Andreasen, Oliver Sorg und Felix Klaus verletzungsbedingt weiterhin fehlen werden.
Live dabei ist Julius Lemke aus Altwarmbüchen, der den Ausgang des Spiels gegen Dortmund richtig getippt hat und aus dem Lostopf der richtigen Einsendungen gezogen wurde.