Für das Recht auf ein Dach über dem Kopf

Wolfgang Obst ließ sich am Laptop von Friedrich Weber (v.l.) einige Habitat für Humanity-Projekte anschaulich erläutern. (Foto: Georg Bosse)

St. Nikolaus Burgdorf sucht junge Projektfreiwillige

BURGDORF/UETZE (gb). Die Katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Burgdorf, mit den Kirchorten Hänigsen und Uetze, sowie die örtliche Kolpingsfamilie möchten Jungen und Mädchen ab 16 Jahren für ein neues Jugendprojekt gewinnen. In einem ersten Schritt wurde die lokale Presse von Friedrich Weber (Kolping) und Wolfgang Obst (Pfarrgemeinderat St. Nikolaus) über die international christliche und überkonfessionelle Organisation „Habitat for Humanity„ (Heimat/Lebensraum für Menschlichkeit) informiert.
Die Non-Profit-Institution wurde 1976 in den Vereinigten Staaten ins Leben gerufen. Die deutsche Niederlassung ist gemeinnützig und seit ihrer Gründung 1998 in Köln beheimatet. „Heimat für Menschlichkeit“ zu schaffen, bedeutet, der weltweiten Behausungsarmut aktiv entgegenzuwirken. „Habitat for Humanity arbeitet nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe und Eigenverantwortung. Internationale Freiwilligenarbeit vor Ort sowie zinslose Mikrokredite, die langfristig rückzahlbar sind und dabei 25 Prozent des monatlichen Einkommens der Betroffenen nicht überschreiten, ermöglichen es auch armen Familien in menschenwürdigen Wohnverhältnissen zu leben“, legte Friedrich Weber eindringlich dar, der selbst schon unter anderem in Brasilien, Nepal und Portugal tüchtig mit angepackt hat. Über 800.00 Häuser wurden so bislang weltweit gebaut oder saniert. Dabei handelt es sich um einfache, saubere und sichere Unterkünfte, die den Bewohnern Schutz bieten.
Die Burgdorfer Kolpingsfamilie sowie die Pfarrgemeinde St. Nikolaus möchten sich in Zusammenarbeit mit dem Dekanat Hannover dieses neue soziale Projekt auf die Fahnen schreiben. Dazu findet am Samstag, 15. November, im Pfarrheim am „Langen Mühlenfeld“ in Burgdorf ab 15.00 Uhr ein Informationsvortrag mit Friedrich Weber statt. Gesucht werden mindestens acht bis zehn engagierte Jugendliche, die sich für eine zupackende Freiwilligenarbeit bereit erklären. Vorgesehen ist ein einwöchiger Einsatz in den Sommerferien 2015. Voraussichtlich in Portugal, wobei die jungen Volunteers von einheimischen Fachleuten angeleitet und unterstützt werden. „Der Kirchenvorstand hat bereits eine finanzielle Unterstützung zugesagt und auch der ökumenische „Benefizz“-Laden wäre zu einem Spendenbeitrag bereit. Dennoch wären wohl noch mehr Gelder nötig“, so Wolfgang Obst.