Fünftklässler gingen auf Zeitreise

In den drei Generationenkoffer ließ sich viel entdecken. (Foto: dno/awg)

Klima- Workshop an der Aurelia-Wald-Gesamtschule

UETZE (dno). Auf das Handy möchten die Fünftklässler am wenigstens verzichten. Und auch an den Luxus von Fernseher, Computer, Kühlschrank, Föhn oder Waschmaschine haben sie/wir uns gewöhnt. Doch es gibt einen Haken: Strom wird hauptsächlich in Kohlekraftwerken erzeugt. Und beim Verbrennen fossiler Energieträger gelangt Kohlenstoffdioxid in unsere Atmosphäre. Im letzten Jahr hat diese Treibhaus-Menge in der Luft so stark zugenommen, wie nie zuvor seit Beginn der Messungen - da schlagen nicht nur Forscher und Klimaschützer Alarm!
An der Aurelia-Wald-Gesamtschule fand daher am vergangenen Dienstag ein Klima-Workshop zum Thema „Die elektronischen Umzugskisten“- Schüler entdecken die Technik von gestern, statt, an dem der gesamte 5. Jahrgang teilnahm. Koordiniert wurde die Aktion von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover mit dem Ziel,
das Klimaschutzengagement der Kommunen zu unterstützen. Auch die Gemeinde Uetze hat 2010/11 ein individuelles Klimaschutz-Aktionsprogramm erarbeitet und bemüht sich aktiv um die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Dazu gehört auch, das Umweltbewusstsein von Kindern zu wecken.
"Das ist ein wichtiges Thema, was man nicht vernachlässigen darf", findet auch die kommissarische Fachbereichsleitung für Mathematik und Naturwissenschaften, Isabel Barthold.
Dazu gab es drei Umzugskisten für die Schüler, in denen aus drei Generationen Alltagsgegenstände zu finden waren. Dabei handelte es sich um einen Koffer mit Gegenständen, die im Jahr 1960 genutzt wurden, einen, mit Dingen aus dem Jahr 1983 sowie eine weitere Kiste mit Gegenständen, die unseren Alltag heute erleichtern.
Trotz gleicher Funktion wurden sie mit unterschiedlichen Formen und Mengen von Energie betrieben.
Im Rahmen des Workshops stellte sich nun die Frage, ob wir heute mehr oder weniger Strom verbrauchen als unsere Eltern oder Großeltern. Überrascht waren die Fünftklässler über das Ergebnis, "dass wir trotz guter Energieeffizienzklassen weit mehr Strom verbrauchen, als unsere Vorfahren." 
"Das liegt vor allem daran, dass wir mehr Geräte haben, die Strom benötigen", erklärte Eckhard Steinmüller, der den Workshop leitete.
Darauf aufbauend beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage , wie Strom eingespart werden könne, um das Klima zu schonen und ohne auf die Lieblingsbeschäftigungen im Alltag zu verzichten. Anhand der derzeit aktuellen Weihnachtsbeleuchtungen wurde der Energieverbrauch von Kerzen, Glühlampen und LED-Lichterketten verglichen.