Führungen und Kinderprogramm zum Deutschen Mühlentag

Zum Deutschen Mühlentag, dem Pfingsmontag, öffnet die Stadt Burgdorf die Bockwindmühle in Sorgensen. (Foto: Stadt Burgdorf)

Sorgenser Bockwindmühle ist ein lohnendes Ziel

SORGENSEN (r/hhs). Seit einigen Jahren gilt der Pfingstmontag als Deutscher Mühlentag. An diesem Pfingstmontag, dem 9. Juni, lädt die Stadt Burgdorf dazu ein, die Sorgenser Bockwindmühle an der Otzer Landstraße zu besichtigen.
Mit der Öffnung der Sorgenser Bockwindmühle beteiligt sich die Stadt Burgdorf am Deutschen Mühlentag, der 2014 bereits zum einundzwanzigsten Mal stattfindet. Zu diesem Anlass sind zahlreiche Mühlen in Niedersachsen und Bremen geöffnet und stehen zur Besichtigung bereit. Ins Leben gerufen hat den "Deutschen Mühlentag" die Vereinigung zur Erhaltung von Wind- und Wassermühlen in Niedersachsen und Bremen e. V., die sich die Erhaltung alter Mühlen zum Ziel gesetzt hat. Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung unterstützt diese Aktion.
Die Sorgenser Mühle ist die letzte noch erhaltene Windmühle im Burgdorfer Stadtgebiet. Sie ist von allen Seiten her zu sehen und prägt das Landschaftsbild. Außerdem stellt sie die letzte Mühle im Altkreis Burgdorf dar, die noch mit natürlicher Kraft gemahlen hat. 1686 wurde die Sorgenser Mühle gebaut. Grundlegende Erneuerungsarbeiten wurden 1793 ausgeführt. Zweieinhalb Jahrhunderte versorgte die Sorgenser Bockwindmühle die Bevölkerung mit Mehl. Um die Mühle zu erhalten, wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Die Stadt Burgdorf ließ den baulichen und technischen Zustand untersuchen. In das Eigentum der Stadt Burgdorf ging die Mühle 1985 über. Um den Baukörper, die Flügel und das Mauerwerk wieder in einen betriebsfähigen Zustand zu bringen, wurde beschlossen, die Sorgenser Bockwindmühle zu sanieren. Die Renovierung wurde 1988 abgeschlossen.
Jens Wallmann, Pächter der Gaststätte "Sorgenser Mühle", wird in diesem Jahr auch den Platz hinter und rund um die Mühle beleben. Die Buckskinners aus Otze werden altes Handwerk wieder aufleben lassen - unter dem Motto "Living History" führen sie die Besucher in die Zeit um 1800 zurück und demonstrieren in einem Zelt rustikale Schmiedearbeiten. Eventuelle Wartezeiten vor der Mühlenführung können mit einem kühlen Getränk und Leckereien vom Grill überbrückt werden.