„Frühe Hilfen“ ermöglichen Chancen und Möglichkeiten

Dr. Holger Nieberg, Region Hannover, stellt das Projekt mit Unterstützung der Lenkungsgruppe den geladenen Fachkräften vor. (Foto: Dana Noll)

Fragebogen-Umfrage „Was wünschen sich Eltern in Burgorf?“

BURGDORF (dno). Die „Frühen Hilfen“ in Burgdorf umfassen Angebote für werdende Eltern und junge Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren. Um den aktuellen Bedarf, Wünsche und Angebote transparent zu machen, wird in diesem Monat eine Eltern- und Fachkräftebefragung durchgeführt.
In der Region Hannover war diese Aktion bereits erfolgreich. „Es ist wichtig, den Bedarf zu ermitteln. Über Sozialstrukturdaten oder Schuleingangsuntersuchungen gibt es bereits erste Erkenntnisse, doch dies reicht nicht aus“, so Dr. Holger Nieberg, Region Hannover, Fachbereich Jugend.
Seit 2014 arbeitet eine Lenkungsgruppe in Burgdorf zur Koordination der Frühen Hilfen. Ab sofort führt diese im Rahmen einer Bestands- und Bedarfserhebung eine Eltern- und Fachkräftebefragung durch. Ein dafür entwickelter Fragebogen soll Aufschluss geben, über Bedürfnisse und Wünsche im Bereich Familie und Kindererziehung sowie Angebote und Versorgung in Burgdorf. Etwa 2.500 Fragebögen, in verschiedenen Sprachen, werden dazu in Kitas, Krippen, Kindertageseinrichtungen und -pflegestellen, Geburtsvorbereitungskursen, offenen Spieltreffs, Pekip-Gruppen oder Rückbildungskursen verteilt.
„Wir möchten sehen, wo wir stehen und wo wir hinwollen. Uns interessiert, was sich Eltern in Burgdorf konkret wünschen“, so Jens Niemann, Abteilungsleiter Jugendhilfe im Jugendamt. Ein spezieller Fragebogen wird an Fachkräfte wie beispielsweise Erzieherinnen, Übungsleiterinnen oder Hebammen verteilt. Hier geht es um die Bewertung von Kompetenzen und Ressourcen, Angebots- und Versorgungslage in der Kommune und den Unterstützungsbedarf bei den Eltern.
Anfang Oktober wird mit den Auswertungen begonnen. „Wir möchten die Gelegenheit nutzen, alle Angebote der Frühen Hilfen für Eltern und Fachkräfte sichtbar zu machen und alle Anbieter nachhaltig und ressourcenorientiert zu vernetzen. Wir hoffen, das Angebotsspektrum vollständig zu erfassen, zu reflektieren und bedarfsorientiert weiterzuentwickeln“, so Kathrin Beil, Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen.