Friedenslicht erstmals in allen Burgdorfer Kirchen

Am morgigen Sonntag wird das Friedenslicht erstmals in alle Burgdorfer Kirchen getragen. (Foto: Wolfgang Obst)

Eigenes Licht kann angezündet werden

BURGDORF (r/jk). Unter dem Motto „Licht verbindet Völker“ wurde am 21. November in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem durch den griechisch-orthodoxen Bischof Teofilaktos das Friedenslicht entzündet und als Symbol für den Frieden in der Welt an die 11-jährige Sarah Schinwald aus Munderfing/Österreich weitergegeben. Sarah Schinwald brachte es am 23. November nach Österreich. Von dort aus macht es seitdem seinen Weg in über 25 Länder Europas. Das Friedenslicht leuchtet im Europäischen Parlament in Straßburg, im Gebäude der Euro¬päischen Kommission in Brüssel, in Berlin, im portugiesischen Marien-Wallfahrtsort Fatima, im Kosovo, aber auch in New York auf „Ground Zero“. Und es brannte bereits 1989 an der bislang unüberwindlichen Grenze, an der geöffneten Berliner Mauer. Pfadfinderinnen und Pfadfinder trugen das Licht aus Wien kommend am 3. Advent in über 30 zentrale Bahnhöfe nach Deutschland. In Hannover nahmen es Konfirmandinnen und Konfirmanden der Martin Luther Gemeinde auf seinem weiteren Weg nach Ehlershausen in Empfang. Von dort aus erreichte es, getragen von Angelika und Wolfgang Obst, auch Burgdorf.
Am kommenden Sonntag, 18. November, dem 4. Advent, wird das Friedenslicht erstmals in alle Burgdorfer Kirchen getragen. In der St. Paulus Kirche wird das Symbol des Friedens zum Gottesdienst um 10 Uhr erwartet. Kurz darauf wird es während des 10 Uhr Gottesdienst in die St. Pankratius Kirche getragen. Die St. Nikolaus Kirche erreicht das Friedenslicht dann im Laufe des 10.30 Uhr Gottesdienstes. An der durch das Friedenslicht entzündeten Kerze können die Gottesdienstbesucher ihr ganz persönliches Friedenslicht auch mit in ihre Häuser und Wohnungen nehmen. Dafür stehen kleine Kerzen samt Gefäßen bereit. Wer will, der kann aber seine ganz eigene Kerze mitbringen und am Friedenslicht entzündet. Ratsam ist es jedoch ein entsprechendes Glasgefäß dabei zu haben, um das Licht vor Wind zu schützen.
Der Weihnachtsbrauch des Friedenslichtes ist erstmals 1986 im ORF-Landesstudio Oberösterreich entstanden. 1994 erreichte das Licht erstmals Deutschland. Seither wird das Licht weitergereicht, von Hand zu Hand. Als Symbol des Friedens, der Botschaft von dem Kind in der Krippe.