Frauen demonstrierten für mehr Lohngerechtigkeit

Vor der Abfahrt zur Kundgebung in Hannover trafen sich die EPD-bewegten SoVD-Frauen vor dem frühlingssonnenbeschienenen Portal des Burgdorfer Rathauses I. (Foto: Georg Bosse)

3. Equal Pay Day machte auf Entgeltungleichheit aufmerksam

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Zum dritten Mal führte das 2009 gegründete Nationale Aktionsbündnis den Equal Pay Day gemeinsam durch. Der Equal Pay Day (EPD), der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen, macht auf die bestehenden Gehalts-/Lohnabstände aufmerksam.
EPD markiert symbolisch oder rechnerisch jenen Zeitraum, den Frauen länger über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresentgelt von Männern zu kommen. Und weil die Frauen im Mittelwert 23 Prozent weniger verdienen, fiel der Aktionstag dieses Jahr auf den vergangenen 23. März. Just auf den Tag, an dem Joachim Gauck als 11. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland in Berlin vereidigt wurde.
Für die Aktion „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ hatten sich Frauen aus den Ortsverbänden des SoVD-Kreisverbandes Burgdorf mit ihren roten Taschen vor dem Burgdorfer Rathaus I an der Marktstraße zusammengefunden. Die roten Taschen stehen für die „roten Zahlen“ sowie dafür, dass Frauen „weniger in der Taschen“ haben als Männer. Die öffentliche Forderung nach mehr Lohngerechtigkeit war vor Ort von Betty Ehlers (SoVD) und Petra Pape von der Arbeitsgemeinschaft „Gleichstellungsbeauftragte“ in der Region Hannover organisiert worden. Und nach dem gemeinsamen Treffen in Burgdorf ging es denn auch mit der Bahn zur EPD-Kundgebung nach Hannover.