Frau Holle zeigte sich von ihrer besten Seite

Eine Delikatesse waren die Flammlachse.

Drei-Dörfer-Weihnachtsmarkt in Aligse war urgemütlich und gut besucht

ALIGSE (dno). "Ein erfolgreiches Konzept sollte man so lassen, wie es ist", erklärt der 1. Vorsitzende vom Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft e.V., Carsten Borsum. Genau der richtige Gedanke, denn der Drei-Dörfer-Weihnachtsmarkt in Aligse am ersten Adventswochenende schaffte es auch zum 24. Mal die gesamte Dorfgemeinschaft der Ortschaften Aligse, Kolshorn und Röddensen zu mobilisieren. "Hier engagiert man sich oder schaut auf ein Gläschen Glühwein mindestens an einem Tag vorbei", so Borsum. 
Nachdem es am Morgen geschneit hatte, sah der Budenzauber unter den großen Eichen gleich noch ein bisschen weihnachtlicher aus. Die Kinder genossen die erste Schneeballschlacht des Jahres und die Eltern ihren heißen Punsch. Besonders gemütlich war es im Pfadfinderzelt, das zum traditionellen Weihnachtsmärchen der Kindertagesstätte Aligse aus allen Nähten platzte. Hier sorgten Frau Holle & Co. für den ein oder anderen Lacher, denn die Erzieher/innen der Kindertagesstätte Aligse hatten sich für ihren Auftritt mächtig ins Zeug gelegt. Sie schafften es "auf der wohl kleinsten und engsten Theaterbühne der Welt", ihr junges Publikum zu begeistern. Dabei störte es auch nicht, dass unter dem Kostüm von Frau Holle eigentlich ein Erzieher (Kinderpfleger Tomy Goetzke) steckte oder die Gold-Marie (Leiterin Sabine Mc Auley) mit ihrem Gold-Gewand kämpfen musste - hier war eben alles handgemacht von der Dekoration bis zum Kostüm!
Und dieses Motto galt für den gesamten Adventsmarkt "Nichts vom Band - alles, aus eigener Hand!" "Diesen Kerngedanken konnten wir uns bis heute erhalten und darauf legen wir großen Wert", so Borsum. Und so gab es einen gelungenen Mix aus vielfältigen Aktionen und kulinarischen Leckereien, deren Erlös allesamt an bedürftige förderungsfähige Zwecke der ortsansässigen Vereine und Institutionen der drei Ortschaften gehen. Ebenso erhalten wie jedes Jahr die Klinik-Clowns der Medizinischen Hochschule (MHH) einen Anteil, "eine Herzensangelegenheit", sagt man uns.
So war es auch nicht verwunderlich, dass für den guten Zweck und bei sehr familienfreundlichen Preisen schnell mal ein Glühwein oder eine Bratwurst mehr über den Tresen gingen. Besonders beliebt waren wieder die Flammlachse, eine finnische Spezialität die Augen- und Gaumenschmaus zugleich waren. Dazu ließ man (Frau!) sich ein Winter-Bier der Burgdorfer Brauerei schmecken, handgebraut und limitiert oder einen Eierpunsch, der nach einem alten Mönchsrezept zubereitet wurde!