Fotos zeigen vielfältigen Umgang mit Glauben und Trauer

Edda-Ch. Frahn-Müller (rechts) und Ehemann Detlev Müller eröffneten die Ausstellung von Fotografien in der Martin-Luther-Kirche in Ehlershausen. (Foto: Dana Noll)

Ausstellung in der Martin-Luther-Kirche in Ehlershausen eröffnet

EHLERSHAUSEN (dno). Leider bekam die Ausstellungseröffnung „Ausdruck des Glaubens – Ausdruck der Trauer“ durch die Geschehnisse in Paris am vergangenen Wochenende einen bitteren Beigeschmack. Dennoch zeigen die wunderschönen Bildmotive, die mit der Fotokamera eingefangen wurden, auch den unterschiedlichen Umgang mit Verlust, Trauer und Glauben.
Edda-Ch. Frahn-Müller und ihr Ehemann Detlev Müller haben schon viele Orte und Länder bereist. Ihre Eindrücke und Erlebnisse zeigen sie nun in einer ganz besonderen Foto-Ausstellung, die ab sofort bis zum 29. November 2015 in der Martin-Luther-Kirche in Ehlershausen, zu den üblichen Öffnungszeiten und Gottesdiensten, zu sehen ist.
Passend zum November, der traditionell ein Monat des Gedenkens, der Trauer und des Glaubens sein sollte, wurden ganz besondere Momente in verschiedenen Ländern und Kulturen eingefangen. Dabei verzichteten die Künstler ganz bewusst auf künstliche Beleuchtungen, ein Stativ und eine Bildbearbeitung. Eingefangen wurden Momente und Stimmungen, die so ganz bewusst den Augenblick zeigen und zu den Betrachtern transportieren.
„Es ist sehr erstaunlich, wie unterschiedlich die Menschen weltweit mit Trauer umgehen und Beerdigungen oder Verabschiedungen von einem geliebten Menschen durchführen“, so Edda-Ch. Frahn-Müller. Zu den bereisten Ländern zählte zum Beispiel Island, das trotz seiner dünnen Besiedlung über sehr viele Kirchen verfügt – die kleinste befindet sich in Gröf, nur 3,20 Meter breit wie hoch und 6,50 Meter lang!
San Pedro la Laguna in Guatemala ist wohl der frömmste Ort, den die Müllers besucht hatten. Überall - ob in der Stadt, auf Häuserwänden, Bussen oder den TukTuks – waren Aufschriften mit Gottesbotschaften. Die Friedhöfe sind hier bunt und Beerdigungen werden mit Musik und Tanz zelebriert.
„Besonders bewegt haben uns die Maya-Paare oder Maya-Familien, die in den Kirchen vor dem Altar kniend im Gebet versunken waren“, so Edda-Ch. Frahn-Müller. Selbst an einer Maya-Zeremonie durften sie teilhaben – und hielten ihre Eindrücke in der Fotografie fest.
„Wir haben auch hier viele Christen getroffen“, so Edda-Ch. Frahn-Müller, „Ich bin Christin und Maya. Du bist auch Christin – dann sind wir Schwestern“, so eine Maya-Frau in Guatemala zu den Müllers.