Flakgranaten auf freiem Feld bei Heeßel gesprengt

Einsatzstab und die von hier aus eingesetzten Feuerwehrkräfte waren im Heeßeler Feuerwehrhaus - auch Dank einer reichhaltigen "Dankeschön"-Spende von adventlichem Gebäck einer Arztpraxis - während der mehrstündigen Arbeit des Einsatzstabes gut versorgt. (Foto: Walter Klinger)

Zwei Versuche notwendig - Umbettung erspart die Evakuierungen

HEESSEL. Gerüchte gab es schon lange, dass nahe des Heeßeler Osterfeuerplatzes noch Flakgranaten vergraben seien. Am Mittwoch dann fanden Bauarbeiter 26 davon bei Arbeiten an einer landwirtschaftlichen Beregnungsanlage nördlich von Heeßel. 14 noch gut erhaltene schaffte der Kampfmittelbeseitigungsdienst zur Zerstörung in einem Hochofen nach Munster, zwölf weitere - deren Transport wegen ihres Zustandes bedenklich erschien - wurden Donnerstagmittag bei zwei kontrollierten Sprengungen in der Feldmark unschädlich gemacht.
Was für Sprengmeister Jürgen Koppelmeyer und sein Team nicht einfach war: Die Granaten mussten 500 vom Fundort am Verbindungsweg zwischen Heisterkamps- und Moormühlenweg umgebettet werden (wodurch keine Evakuierungen erforderlich waren). Jede Granate wurde mit einem für zentrale Zündung versehenen Sprengsatz versehen. Doch nur acht detonierten beim ersten Versuch gegen 12.00 Uhr, die übrigen vier erst beim zweiten Versuch eine Stunde später.
Weit über die Höhe der umstehenden Bäume hinaus flogen bei den Sprengungen Erdboden und Splitter 15 Meter hoch - die Wucht der explodierenden Granaten vom Kaliber 8,8 Zentimeter beeindruckte auch Polizei und das Dutzend Einsatzkräfte der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Heeßel, die den Sprengort weiträumig abgesichert hatten. An der Wohnbebauung hörte man indes nicht mal ein lautes Geräusch.
Ein Lagestab unter Beteiligung des Ordnungsamtes koordinierte den Einsatz vom Feuerwehrhaus Heeßel aus, wo es eine Premiere gab: Schon zu Beginn an waren Einsatzleitung und Feuerwehrkräfte hier bestens versorgt: nach einem Einsatz der Feuerwehr wegen einer schmorenden Kaffeemaschine auf einer Kochplatte, hatte die Schmerztherapeutische Gemeinschaftspraxis an der Norderneystraße als Dank ein Riesenpaket adventlicher Keksmischungen ins Heeßeler Feuerwehrwehrhaus bringen lassen.