Finale der Ausstellung „Burgdorfer Köpfe“

Führung in der KulturWerkStadt am 28. Juni

BURGDORF (r/jk). Bis zum Sonntag, 28. Juni, ist die stadtgeschichtliche Schau „Burgdorfer Köpfe“ in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) zu sehen. Am letzten Ausstellungstag sind die Besucher um 16.00 Uhr zu einer abschließenden Führung eingeladen. Die Leitung übernimmt Christel Hoffmann-Pilgrim. Sie stellt die in der Ausstellung vertretenen 14 Persönlichkeiten vor und richtet den Fokus auf wichtige Stationen ihres jahrzehntelangen bürgerschaftlichen Engagements.
In den vergangenen Wochen gab es ein facettenreiches Beiprogramm, das auf regen Anklang stieß. Der VVV und die Stadt luden als Gastgeber u.a. zu Führungen mit dem Ausstellungsteam ein oder veranstalteten in Zusammenarbeit mit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten, Petra Pape, ein Erzählcafé. Bei dieser Veranstaltung ging es darum, das vorbildliche bürgerschaftliche Engagement der vier in der Schau vorgestellten Frauen noch einmal Revue passieren zu lassen. Viele Teilnehmer standen in persönlichem Kontakt mit den bereits Verstorbenen und schilderten auf emotional berührende Weise, welchen intensiven Eindruck die Begegnung mit den weiblichen „Burgdorfer Köpfen“ hinterließ.
Auf großes Interesse stießen auch die beiden Vorträge, die Pastor i.R. Rudolf Bembenneck im Zusammenhang mit Karl Heinrich Ulrichs organisierte, der bei den „Burgdorfer Köpfen“ als „Vorkämpfer der Schwulenbewegung“ vertreten ist und heute internationale Anerkennung als Wegbereiter für eine Entkriminalisierung gleichgeschlechtlicher Liebe genießt. Zuerst griff Landessuperintendent i.R. Hans-Hermann Jantzen das Verhältnis zwischen evangelischer Kirche und Homosexualität auf. Hochkarätiger Besuch folgte in dieser Woche. Die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz kam aus der Landeshauptstadt in die KulturWerkStadt und zeigte in ihrem Vortrag auf, wie Ulrichs die Ausgrenzung Homosexueller bekämpfte.
Zum Ausklang des Ausstellungsgeschehens ist die KulturWerkStadt am Sonnabend und Sonntag, 27. und 28. Juni, von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Bis zum 10. Juli bleibt die Museumseinrichtung danach geschlossen. Am 11. Juli startet die neue Ausstellung „Patchwork in Burgdorf - 20 Jahre Auetal-Sampler“.