Festliches Adventskonzert in der St. Pankratius-Kirche

Die Burgdorfer Kantorei singt am 17. Dezember Bach, Saint-Saëns und Rutter. (Foto: Burgdorfer Kantorei / Dethard Hilbig)

Burgdorfer Kantorei singt Bach, Saint-Saëns und Rutter

BURGDORF (r/jk). Beim Adventskonzert der Burgdorfer Kantorei am Samstag, 17. Dezember, in der St. Pankratius-Kirche am Spittaplatz stehen drei unterschiedliche und auf ihre Weise einzigartige Werke auf dem Programm: Das Weihnachts-Oratorium von Camille Saint-Saëns, die Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden“ von Johann Sebastian Bach und das Magnificat in der Kammerorchester-Fassung von John Rutter. Gemeinsam mit der Kantorei musizieren unter Martin Burzeyas Leitung das Burgdorfer Kammerorchester sowie fünf Gesangs-Solisten.
Den Anfang macht das Weihnachts-Oratorium von Saint-Saëns. Die lateinischen Texte stammen allesamt aus der Bibel (Johannes-, Lukas- und Matthäus-Evangelium, Psalmen). Der damals 23-jährige Komponist verlieh dem Werk durch die für ein Weihnachtsstück ungewöhnlich zurückhaltende Besetzung (Harfe, Orgel, Streicher, Chor und Solisten) eine sehr kontemplative Grundstimmung, die sich im „Tollite hostias“ (übers.: „Bringet Geschenke“) dann doch jubelnd emporschwingt.
Die Bach-Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden“ ist kein ausgesprochenes Advents- oder Weihnachtsstück, nimmt aber den jubelnden Schlusston der vorausgegangenen Komposition wunderbar auf. Von den Sängerinnen und Sängern der Burgdorfer Kantorei verlangt dieses Stück Höchstleistung. Viel spekuliert wird in Fachkreisen darüber, ob Bach diese und andere seiner Motetten-Kompositionen damals mit Orchesterbegleitung oder ohne eine solche aufgeführt hat. Eindeutige Nachweise für oder gegen eine Begleitung gibt es kaum. Im Konzert wird man erleben, wofür sich die Burgdorfer Kantorei entschieden hat.
Sehr spannend und ausgesprochen adventlich wird es dann mit dem Magnificat von John Rutter. Der Lobgesang der Maria aus dem Lukas-Evangelium ist im evangelischen Kirchenjahr dem Advent zugeordnet und bereitet die Gemeinde auf das kommende Weihnachtsfest vor. John Rutter versieht die biblischen Verse mit lateinamerikanischem Schwung, der sich auch in der Besetzung des Orchesters niederschlägt: Bläser und viele verschiedene Schlaginstrumente kommen zu den Streichern, der Orgel und der Harfe hinzu und sorgen somit für viel Abwechslung.
Als Gesangs-Solisten konnten mit Miriam Meyer und Juliane Dennert (Sopran), Claudia Erdmann (Alt), Goetz Phillip Körner (Tenor) und Matthias Gerchen (Bariton) fünf Könner ihres Fachs gewonnen werden. Während im Saint-Saëns alle fünf im Quintett zu hören sein werden, fällt der Sopranistin Miriam Meyer im Rutter als einzige Solistin eine zentrale Rolle zu. Zuletzt war Miriam Meyer im Paulus-Oratorium mit der Burgdorfer Kantorei im vergangenen Jahr zu hören.
Eintrittskarten für das Konzert sind bei Benefizz, Wegener (beide Hannoversche Neustadt) oder Bleich (Braunschweiger Straße) in den Preiskategorien 15, 11 und 8 Euro (ermäßigt für Schüler, Studenten und Arbeitssuchende 13, 9 und 6 Euro) erhältlich. Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Einlass und Abendkasse mit den Restkarten beginnen um 17.15 Uhr.